Nationalmannschaft: Neue Enthüllungen zu umstrittenem Klopp-Interview
Schon vor seinem neuen Job als Bundestrainer war Jürgen Klopp im Sommer rund um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft omnipräsent. Als TV-Experte begleitete der einstige Meistercoach von Borussia Dortmund die Spiele der DFB-Auswahl bei der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada. Nach der Entlassung von Julian Nagelsmann geriet er plötzlich noch viel stärker in den Fokus - und gab ein aufsehenserregendes Interview, zu dem jetzt spannende Hintergründe enthüllt wurden.
Jürgen Klopp begleitete die XXL-WM in Nordamerika für "MagentaTV" vor Ort, zusammen mit Bayern-Legende Thomas Müller und Moderator Johannes B. Kerner analysierte der 59-Jährige die Partien des DFB-Teams, aber auch Begegnungen ohne deutsche Beteiligung.
Für Schlagzeilen sorgten jedoch vor allem Klopps Kommentare rund um die vier Auftritte der Nagelsmann-Elf, die von Spiel zu Spiel abgebaut hatte. Der Tiefpunkt war das Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay, woraufhin die Verantwortlichen beim Deutschen Fußball-Bund die Reißleine zogen und den Bundestrainer freistellten.
Überraschend offen wurde daraufhin kommuniziert, dass Klopp die Wunschlösung für die Nagelsmann-Nachfolge wäre. Zum damaligen Stand der Dinge bezog der Ex-Dortmunder vor laufenden Kameras bei "MagentaTV" Stellung. Wie das vieldiskutierte und durchaus umstrittene Gespräch ablief, verriet Kerner nun der "Sport Bild".
"Wir haben tagelang intern intensiv darüber gesprochen, wie wir damit umgehen. Die einen haben gesagt, wir müssen das Thema weglassen. Die anderen: Wir haben den Mann da stehen, das ist unser Experte. Wie kann man das Thema weglassen?", plauderte Kerner aus dem Nähkästchen.
Klopp brachte "Knoten zum Platzen"
Der entscheidende Impuls sei dann von Klopp selbst gekommen. "Irgendwann hat Jürgen diesen Knoten zum Platzen gebracht", deckte Kerner auf und ergänzte: "Er hat einfach gesagt: 'Ich habe eine Idee. Du fragst einfach, was du fragen willst. Und ich antworte, was ich antworten will.' Das haben wir dann gemacht."
Nach dem Interview nahmen die Verhandlungen zwischen Klopp und dem DFB Fahrt auf, bis es schließlich zu einer Einigung kam. Seither gilt der 59-Jährige als großer Hoffnungsträger für eine bessere Zukunft im deutschen Fußball.