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Nationalmannschaft: Oliver Kahn sieht "schwierige" Situation für Joshua Kimmich unter Jürgen Klopp

Sport

Auch vor der abschließenden Partie der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ist die Diskussion um die zukünftige Rolle von Bayern-Star Joshua Kimmich unter Jürgen Klopp ein großes Thema. Die früheren Nationalmannschaftskapitäne Oliver Kahn und Michael Ballack sowie Rekordnationalspieler Lothar Matthäus legten sich in der Debatte um den Kapitän vor dem Spiel in Griechenland fest.

Mit seiner Entscheidung, Joshua Kimmich nicht mit in den zweiten DFB-Kader für die Partien gegen Serbien und Griechenland zu nehmen, löste Bundestrainer Jürgen Klopp in Fußball-Deutschland große Debatten aus. Der Kapitän betonte, er wäre gerne an Bord geblieben, um auch Kader B bei den Aufgaben in München und Thessaloniki mit seiner Erfahrung zur Seite zu stehen.

Dass der 59-Jährige dem Star des FC Bayern diesen Wunsch verwehrte, sei "keine Schwächung" des 31-Jährigen, legte sich Michael Ballack während der RTL-Vorberichterstattung auf die Nations-League-Revanche in Griechenland fest: "Klopp hat ihn ein bisschen rausdelegiert für diese beiden Spiele, um zu sehen, wie die Gruppe ohne ihn funktioniert. Ich sehe aber auch niemanden, der ihn derzeit ersetzen könnte."

Ballack findet Klopp-Vorgehen bei Kimmich "völlig in Ordnung"

Dass der neue Bundestrainer zweigleisig fährt, sei "völlig in Ordnung", so der Ex-DFB-Spielführer weiter, der findet, dass die Debatte um die Kimmich-Rolle im Nationalteam "nicht zum richtigen Zeitpunkt kommt". Eine Meinung, die Oliver Kahn nicht vollständig teilt: "Alle müssen das Gefühl bekommen, sich ihren Status erarbeiten zu müssen."

Er habe schon das Gefühl, dass der Routinier unter dem Nagelsmann-Nachfolger "nicht mehr hundertprozentig gesetzt" sein wird. Für einen Spieler mit Führungsanspruch wie Kimmich sei es "wichtig, dass andere zu ihm aufschauen. Dafür fehlen ihm die Erfolge mit der Nationalmannschaft. Das macht es schwierig."

Lothar Matthäus sieht Kimmich "natürlich gesetzt, wenn er die Leistung bringt". Sollten Aleksandar Pavlovic und Tom Bischof ihre guten Leistungen aus dem Serbien-Spiel allerdings auch in Zukunft im DFB-Trikot bestätigen, dann "wird es Kimmich schwer haben". Das Duo des FC Bayern hatte in der Schaltzentrale beim ersten Sieg unter dem neuen Bundestrainer vollends überzeugt.

Klopp spielt die Diskussion, ob Kimmich weiterhin benötigt werde, bisher herunter. Entsprechenden Fragen wich er während seiner Pressekonferenz am Samstag aus. "Ich gebe auf. Macht, was ihr wollt", sagte er.

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