Nationalmannschaft: "Schlussstrich"-Forderung an Jürgen Klopp
Einen Raketenstart hat Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer wahrlich nicht hingelegt. Einen Vorwurf macht dem Nachfolger von Julian Nagelsmann dennoch keiner, schließlich liegen die Probleme der deutschen Nationalmannschaft tiefer. Das haben die äußerst durchwachsenen Auftritte gegen die Niederlande (1:1) und Griechenland (0:1) in der Nations League jüngst noch einmal gezeigt. Kultcoach Peter Neururer legt den Finger in die Wunde.
Die Heimpleite gegen die Griechen habe "verdammt wehgetan", erklärte der 71-Jährige in seiner Kolumne für das Portal "Wettfreunde". Erstmals gegen die Hellenen verloren zu haben, sei ein "sporthistorischer Moment" gewesen, so Neururer, "da werden Fragen gestellt".
Tatsächlich wurde die Kritik an Klopps XXL-Kader mit 44 Spielern - darunter 16 Debütanten - nach den Enttäuschungen in der Nations League lauter. Zu Unrecht, findet Neururer.
Die laufende Länderspielphase stehe nun mal unter dem Motto "Sichtung", stellte er klar. Der Bundestrainer habe die Gelegenheit nutzen wollen, um sich ein "Bild über die einzelnen Spieler" zu machen.
Grundsätzliche Zweifel am neuen Hoffnungsträger des deutschen Fußballs seien unangebracht, warf Neururer ein: "Ich bin davon überzeugt, dass Jürgen Klopp auf jeden Fall der richtige Mann für diesen Job ist."
Zugleich richtete er einen Appell an den 59-Jährigen. Nach dem Rückspiel gegen Griechenland am kommenden Sonntag in Thessaloniki (20:45 Uhr/RTL) müsse man "einen Schlussstrich ziehen unter die ganze Testerei".
Deutscher Abstieg wäre ein "Schock"
Zunächst stehe im Vordergrund, die anstehenden Partien gegen Serbien und die Griechen "noch zu überstehen", blickte Neururer wenig euphorisch auf die beiden kommenden Länderspiele.
Seine klare Forderung: "Egal, wie groß die Wertigkeit dieser Nations League auch ist, absteigen sollte die deutsche Mannschaft aus dieser Liga nicht. Dann wären wir nicht nur geschockt, sondern weit von unseren eigenen Ansprüchen entfernt."
Derzeit ist Klopps Team hinter Tabellenführer Griechenland und den Niederlanden nur Dritter.