Nationalmannschaft: Völler legt sich auf Kimmich-Zukunft beim DFB fest
In den vergangenen Wochen war Joshua Kimmich neben Jürgen Klopp das beherrschende Thema rund um die deutsche Nationalmannschaft. Während teilweise sogar das Aus des DFB-Kapitäns gefordert wurde, stärkt Rudi Völler dem Führungsspieler nun den Rücken. Denn wenn es nach dem Sportdirektor des DFB geht, bleibt Kimmich auch nach dem WM-Desaster die tragende Säule und Kapitän des DFB-Teams. "Ich gehe mal davon aus", sagte Völler auf dem "Internationalen Trainer-Kongress" in Mainz auf eine entsprechende Frage und ergänzte: "Jo Kimmich hat es in vielen Länderspielen bewiesen, dass er ein Fahnenträger ist, ein toller Kapitän. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da eine große Veränderung geben wird", so der Weltmeister von 1990. Für viele wurde Kimmich in den letzten Jahren zum Gesicht des Misserfolges. 2016 spielte der Bayern-Star sein erstes großes Turnier, welches mit dem Erreichen des Halbfinals sein mit Abstand bestes bleiben sollte. Auch deshalb forderte beispielsweise TV-Experte Dietmar Hamann das Aus von Kimmich: "Ich würde ihn nicht mehr einladen. Ich muss doch mal andere Spieler ranlassen", sagte Hamann, der abschließend festhielt: "Ich bin der Meinung, dass Kimmich in der Nationalmannschaft keine Rolle mehr spielen sollte." Klopp "merkt, welche Wucht das Amt hat" Diese Entscheidung obliegt seit Freitag offiziell Jürgen Klopp. Dieser sei laut Völler "ein unglaublich erfahrener Trainer", aber auch er "merkt schon, welche Wucht dieses Amt hat. Diese Erfahrung habe ich auch gemacht, ich war es ja auch vier Jahre mal: Es ist halt nicht wie bei einer Vereinsmannschaft." Völler weiter: "Da kann man bei den besten Klubs der Welt sein, aber Nationaltrainer zu sein bei einem großen Verband - und das ist Deutschland ja immer noch -, das ist ein Riesenpfund. Und er wird auch merken, das habe ich auch Julian Nagelsmann immer wieder gesagt: Egal, welche Entscheidung man trifft - bei der Nominierung, der Aufstellung, taktisch -, da sind 80 Millionen, die das mitdiskutieren. Und man kann es nicht allen recht machen", so Völler.