Nationaltrainer Mancini entschuldigt sich bei Amtsantritt in Italien
Mancini wurde 2021 mit Italien Europameister. Danach wechselte er 2023 trotz noch bestehenden Vertrages nach Saudi-Arabien und anschließend nach Katar. Sein Ruf in Italien leidet bis heute darunter. Bei seiner offiziellen Vorstellung am Mittwoch entschuldigte er sich dafür: "Es tut mir sehr leid. Das Trikot der Nationalmannschaft ist ein bisschen wie die Frau des Lebens: Wenn man es verliert, hat man etwas falsch gemacht." Es habe damals einen "Mangel an Kommunikation" zwischen ihn und dem damaligen Präsidenten Gabriele Gracina gegeben, so Mancini am Mittwoch in Rom. Jetzt werde er aber versuchen, "die Nationalmannschaft so gut spielen zu lassen, dass mir die Fans verzeihen." Der 61-Jährige soll die Nationalmannschaft, die dreimal nacheinander bei einer WM nicht dabei war, wieder in Form bringen. Dies teilte der Präsident des Fußballverbands, Giovanni Malagò, mit. Der Posten des Commissario Tecnico (wie der Nationaltrainer offiziell heißt) war bereits seit Anfang April vakant. An der Seite Mancinis soll der frühere Trainer von AS Rom, Claudio Ranieri, neuer Technischer Direktor werden. Absage von Guardiola, Aus für Pirlo Die Ernennung eines neuen Trainers hatte sich in den vergangenen Tagen zum Chaos entwickelt. Zunächst sagte der Wunschkandidat ab, der frühere Barcelona-, Bayern- und Manchester-City-Trainer Pep Guardiola. Dann gab es Streit um die Zweitlösung, den einstigen Weltklassespieler Andrea Pirlo. Wegen zur enger Kontakte nach Russland kam für ihn am Wochenende das Aus. Daraufhin sollen laut Medienberichten der erst vor gut zwei Wochen verpflichtete Technische Direktor Paolo Maldini und dessen Berater Leonardo ihre Ämter niedergelegt haben Der viermalige Weltmeister Italien hatte im Frühjahr zum dritten Mal nacheinander die WM verpasst, weshalb der bisherige Nationaltrainer Gennaro Gattuso gehen musste. Der Nachfolger soll die Mannschaft jetzt zurück zu alter Größe führen.