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Nations League: Italien immer ein Schritt zu schnell für die Türkei

Sport

Es bleibt dabei, die Türkei kann gegen Italien einfach nicht gewinnen. Im elften Aufeinandertreffen der beiden Teams feierte der Weltmeister von 2006 den siebten Sieg und das trotz widrigster Platzverhältnisse. Alessandro Bastoni (9.), Davide Frattesi (22.) und Michael Kayode (27.) sorgten bereits in der ersten halben Stunde für die Vorentscheidung. Durch den Treffer von Baris Yilmaz (47.) keimte nochmal Hoffnung auf, die Francesco Esposito (51.) vier Minuten später endgültig vernichtete.

Im strömenden Regen von Bursa gehörte die gesamte erste Hälfte den Gästen aus Italien. Dem gellenden Pfeifkonzert der Heim-Fans trotzte das Mancini-Team mit Kombinationsfußball par excellence. Nach ersten Annäherungsversuchen brachte Francesco Esposito in der siebte Minute den Ball erstmals gefährlich aufs türkische Gehäuse, aber Altay Bayindir im Tor war zur Stelle. Die anschließende Ecke zappelte dann aber bereits im Netz.

Türkei verschläft komplette erste Hälfte

Die flache Hereingabe kullerte samt misslungener Abwehrversuche vor die Füße von Bastoni, der sich bedankte und zum 1:0 traf. Danach waren die Türken bemüht, waren gegen kombinierfreudige Italiener aber stets einen Schritt zu spät, kamen weder in Zweikämpfe, noch in eigene Angriffsaktionen. So wunderte es auch nicht, dass die Gäste nach 22. Minuten das 2:0 erzielten. Kayode wurde über rechts freigespielt, Bayindir ließ abprallen und Frattesi spitzelte den Abpraller über die Linie.

Nur sechs Minuten später das gleiche Bild. Wieder über rechts, wieder Kayode, einziger Unterschied, der Mann vom FC Brentford netzte selbst ein. 3:0 für Italien nach 27. Minuten, spätestens jetzt galt das Pfeifkonzert nicht mehr den Gästen, sondern der türkischen Nationalmannschaft. Bis zur Pause änderte sich nichts, Italien nahm ein bisschen Tempo raus, hatte aber durchaus noch weitere Chancen die Führung zu erhöhen.

Aufholjagd der Türken verpufft durch eigenen Fehler

Mit dem Wiederanpfiff schien alles vergessen zu sein, Vincenzo Montella wechselte dreimal und das mit Erfolg. Keine 90 Sekunden waren gespielt, da traf Yilmaz zum 1:3-Anschlusstreffer. Nun wirkten die Italiener unorganisiert und nicht mehr ganz auf der Höhe. Das Spiel hätte durchaus kippen können, wenn sich nicht Bayindir einen Aussetzer erlaubte.

Der Torwart spielte den Ball unbehindert in die Füße der Italiener. Nicolo Cambiaghi zögerte nicht lange, bediente Sandro Tonali im Sechszehner, der Maß nahm und das Leder an den Pfosten setzte. F. Esposito schaltete am Schnellsten und köpfte den Ball artistisch ins Tor der Türkei. Der nächste Dämpfer für das Montella-Team.

Italien kontrolliert das Spiel ohne zu glänzen

Die immerhin nicht aufgaben und durch Yilmaz sogar das vermeintliche 2:4 (57.) erzielten. Da Oguz Aydin im Sichtfeld von Schlussmann Gianluigi Donnarumma stand, nahm Schiedsrichter Michael Oliver den Treffer zurecht zurück. Mit der klaren Führung im Rücken ließen die Italiener ihren Gegnern mehr Raum, immer wieder brachte sich Yilmaz in gute Positionen, ein Treffer sollte aber nicht fallen.

Der lag dafür auf der anderen Seite in der Luft. Cambiaghi kam über links zum Abschluss und Bayindir konnte nur mit Not den Ball vor dem heranstürmenden Kayode sichern. In der Schlussphase mobilisierte die Türkei nochmal ihre Kräfte, der glücklos agierende Arda Güler trieb den Ball immer wieder nach vorne, eine gefährliche Aktion sprang aber zu selten raus.

Türkei gegen Belgien, Italien trifft auf Frankreich

Und als man in Person von Yilmaz mal aus einer guten Position abschloss, fehlte die nötige Genauigkeit (80.). Um Belgien im kommenden Aufeinandertreffen zu bezwingen, bedarf es einer klaren Leistungssteigerung der türkischen Mannschaft. Mancini und sein Team können nach dem Auftritt hingegen mit Rückenwind in das Top-Duell gegen Frankreich am Freitagabend (02.10.26, 20.45 Uhr) in Paris gehen.

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