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Nations League: Nächste Pleite für Türkei - Montella bleibt punktlos

Sport

Der Druck auf den Coach war schon vorher enorm gewesen. Bei der WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko hatte sich die Türkei als Gruppenletzter schon nach der Vorrunde verabschieden müssen. Jetzt in der Nations League gab es ein 0:1 gegen Frankreich, eine 1:4-Klatsche vor einer Woche gegen Italien und ein 0:3 gegen Belgien - damit stehen jetzt neben null Punkten peinliche 2:11 Tore zu Buche.

Doch das 3:1 (1:0) am Montagabend (05.10.2026) in Bologna war für Italien durchaus glücklich. Gianluca Scamacca traf in der 26. Minute zur Führung der "Squadra Azzurra", Aral Simsir (61.) glich aus. Als die Türken dann mehr wollten, wurden sie durch Riccardo Calafiori (64.) und Francesco Esposito (87.) noch zweimal bestraft.

Nur 40 Prozent Ballbesitz - aber trotzdem erfolgreich

Von Beginn an war den Türken nicht anzumerken, dass sie von der Hinspielniederlage noch nachhaltig beeindruckt waren. Die Mannschaft des in den türkischen Medien schon schwer angezählten Vincenzo Montella begann mutig, engagiert und erarbeitete sich eine klare Überlegenheit im Mittelfeld. Italien begnügte sich im eigenen Stadion lange Zeit mit rund 40 Prozent Ballbesitz, hatte nach einer halben Stunde erst vier Torschüsse zustande gebracht - aber davon war auch noch einer im Ziel.

Scamacca triift mit der ersten Torchance

Während die Türkei zwar bis zum Strafraum hervorragend agierte, dann aber die letzte Konsequenz vermissen ließ, schlug Italien bei der bis dahin einzigen vernünftigen Kombination zu. Antonio Vergara leitete die Kugel auf Giovanni Di Lorenzo, dessen Flanke zentral vor dem Tor bei Gianluca Scamacca landete. Der Angreifer behauptete sich im Gewühl, setzte sich robust gegen zwei Gegenspieler durch und hämmerte den Ball unter die Latte.

Anschließend erhöhten die Türken noch mal den Druck, konnten die hochkonzentriert agierende Abwehr der Italiener nicht überraschen. Nach knapp einer Stunde lag das 2:0 in der Luft: Der kurz zuvor eingewechselte Francesco Esposito spielte Issa Doumbia frei, der aber aus kurzer Distanz an einer starken Fußabwehr des türkischen Keepers Ugurcan Çakır scheiterte.

Aral Simsir mit seinem Premierentreffer

Drei Minuten später belohnten sich die Gäste dann aber doch endlich für ihr großes Bemühen. Zeki Celik spielte einen Pass ins Zentrum, wo Eren Elmali die Kugel geschickt durchließ und dadurch die Abwehr irritierte. Am zweiten Pfosten brauchte Simsir dann nur noch flach einzuschieben - der erste Länderspieltreffer des Trabzon-Stürmers.

Doch die Freude hielt nicht lange an. Weitere drei Minuten nach dem Ausgleich schraubte sich der ebenfalls eingewechselte Riccardo Calafiori nach Flanke von Nicolo Barella in die Luft, stützte sich noch bei Elmali leicht auf, doch Schiedsrichter Szymon Marciniak gab den Kopfballtreffer völlig zu Recht.

Esposito macht den Deckel drauf

Auch danach versuchte die Türkei weiter alles, doch an Gianluigi Donnarumma gab es kein Vorbeikommen mehr. Der Man-City-Keeper boxte zehn Minuten vor dem Ende eine Direktabnahme von Salih Özcan aus dem rechten Winkel.

Auch ein etwas abenteuerlicher Ausflug des Torhüters blieb kurz danach unbestraft, weil Akgün den Lupfer völlig falsch ansetzte. Kurz danach war die Partie dann endgültig entschieden, als Esposito nach einem starken Solo von Doumbia am langen Pfosten gedankenschnell den Fuß in die Schussbahn hielt und damit Cakir keine Chance ließ.

Die Türkei trifft nun am 12. November erneut auf Belgien (18 Uhr), ehe es drei Tage später nach Frankreich geht. Die Italiener bekommen es am 12. November mit Frankreich zu tun, dann wartet zum Abschluss Belgien (alle um 20.45 Uhr).

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