Nato-Gipfel: Jetzt live: Trump spricht bei Nato-Gipfel - bekennt er sich zum Staatenbund?
Anna Kipnis US-Präsident Donald Trump spricht auf Nato-Gipfel Zum Abschluss des Nato-Gipfels hält US-Präsident Donald Trump eine Pressekonferenz – mit etwa drei Stunden Verspätung zur ursprünglich geplanten Zeit. Zwischenzeitlich hatte der US-Präsident angekündigt, dass es am heutigen Mittwoch neue Angriffe auf den Iran geben würde. Vorab beendete Trump das Friedensabkommen mit dem Land und nannte die bisherige Waffenruhe als nichtig. Anna Kipnis Merz: Zustimmung von Trump zu Spanien in Nato-Beratungen US-Präsident Donald Trump hat laut Kanzler Friedrich Merz (CDU) die von Spanien angekündigten Anstrengungen zur Erhöhung seiner Verteidigungsausgaben wohlwollend zur Kenntnis genommen. Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez habe noch einmal dargelegt, dass seine Regierung „jetzt wirklich größte Kraftanstrengungen unternimmt“, sagte er zum Abschluss des Nato-Gipfels in der türkischen Hauptstadt Ankara. Dies sei „auch auf große Zustimmung von Trump in der Sitzung gestoßen“. Er könne nur wiedergeben, was er in der Sitzung selbst erlebt habe, sagte der Bundeskanzler. „Das ist für mich der Maßstab des Umgangs, wie wir auch in diesen Gremien, wie wir in solchen Sitzungen miteinander und übereinander sprechen“, fügte Merz hinzu. „Und da kann ich nichts finden, was für mich Anlass wäre zur Kritik.“ Lesen Sie hier mehr: Anna Kipnis Die Pressekonferenz von Merz ist vorbei. Anna Kipnis Merz: Iran hat Abkommen verletzt Der Bundeskanzler berichtet seine Sicht der Dinge auf die Situation im Iran. Merz sieht demnach, dass der Iran das Abkommen verletzt habe – und entsprechend seien die USA in ihrem Vorgehen im Recht. Letztlich brauche es ein Abkommen, welches das Atomprogramm dauerhaft beende – und die Straße von Hormus dauerhaft öffne. Anna Kipnis Friedrich Merz auf dem Nato-Gipfel dpa Anna Kipnis Merz: „Europäische Trittbrettfahrerei vorbei“ Auch Merz gibt sich beseelt, mit Blick auf den Zusammenhalt der Staatengemeinschaft. „Die Nato bleibt für uns alle ein einiger Vorteil“, sagte Merz. „Auch für die USA“, ergänzt der Kanzler. Trump habe die gesamte Zeit an den Beratungen teilgenommen und auch bei den Beiträgen kleinerer Mitgliedstaaten aufmerksam zugehört. „Besser spät als nie“, sagte Merz. Trump engagiere sich – auf seine eigene Art und Weise. Ein Satz habe Merz allerdings etwas überrascht: Da ist ein Gefühl der Liebe in der Luft. Bundeskanzler Merz zitiert Donald Trump Die europäische „Trittbrettfahrerei“ sei allerdings vorbei. „Wir machen die Nato stärker“, erklärte der Bundeskanzler bei seiner Abschlusspressekonferenz und fügte hinzu: „Wir machen sie aber auch in der Lastenverteilung fairer.“ Damit spielt Merz auf die Bereitschaft der Europäer im Bündnis und Kanadas an, mehr Lasten zu übernehmen. Er bekräftigt, die Nato müsse europäischer werden, um transatlantisch zu bleiben. Anna Kipnis Merz über Rutte: „Der Beste zu seiner Zeit“ Merz hebt die konstruktive Rolle von Nato-Generalsekretär Mark Rutte hervor. Rutte sei in der Lage, das Bündnis zusammenzuhalten, sagt Merz zum Abschluss des Gipfels in Ankara. Er sei der Generalsekretär, der „der Beste zu seiner Zeit“ sei. Meine Erwartungen an diesen Gipfel in Ankara sind wirklich mehr als erfüllt worden. Friedrich Merz Anna Kipnis Merz zufrieden mit Nato-Gipfel Friedrich Merz (CDU) beginnt seinen Auftritt mit einem Eigenlob mit Blick auf die Verteidigungsausgaben Deutschlands. Der Bundeskanzler verweist darauf, dass Deutschland der Nato erneut Verteidigungsausgaben in Rekordhöhe gemeldet habe. Die Bundesregierung übermittelte für das laufende Jahr einen Betrag von 124,7 Milliarden Euro. Auch hebt Merz positiv hervor, dass der Kieler Marineschiffbauer TKMS bis zu zwölf U-Boote nach Nordamerika liefern. Der deutsche Hersteller stach bei dem Geschäft, das Arbeitsplätze an der Ostseeküste sichert, einen südkoreanischen Konkurrenten aus. Kanadas Premier Mark Carney verkündete die Entscheidung vor seiner Abreise zum Gipfel des Bündnisses in Ankara. Das Handelsblatt berichtete darüber. Anna Kipnis Bundeskanzler Merz spricht auf Nato-Gipfel Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gibt sein Abschluss-Statement auf dem Nato-Gipfel und folgt damit Nato-Generalsekretär Mark Rutte. Verfolgen Sie die Pressekonferenz hier live: Anna Kipnis Rutte beendet seine Pressekonferenz. Anna Kipnis Nato-Chef kündigt Milliardenprojekt für Treibstoffversorgung an Die Nato wird nach Angaben von Rutte ihre Infrastruktur zur Versorgung mit Treibstoff für einen zweistelligen Milliardenbetrag ausbauen. Er sprach von einem historischen Schritt zur Stärkung der Versorgungskette, um sicherzustellen, dass die Streitkräfte des Bündnisses über die für ihre Einsatzbereitschaft erforderlichen Energievorräte verfügten. Während die Bündnispartner noch an den letzten Details arbeiten, wissen wir bereits, dass diese Investition in Höhe von 27 Milliarden Euro unsere bestehende Infrastruktur für die Lagerung und Verteilung von Treibstoff modernisieren und den Bau neuer Anlagen unterstützen wird, darunter Pipelines in Richtung des östlichen Teils des Bündnisses. Mark Rutte Über den Fortgang des Vorhabens hatte es zuletzt Unsicherheit gegeben, weil einige Staaten Finanzierungsschwierigkeiten haben. Leonidas Exuzidis Paralleler Auftritt von Trump und Selenskyj endet Während Rutte nun die Fragen der Journalisten beantwortet, endet das parallel laufende Gespräch zwischen Trump und Selenskyj. Der US-Präsident hat sich in Bezug auf den weiteren Verlauf des Ukraine-Kriegs zwar umfassend geäußert, blieb dabei jedoch sehr vage und wurde kaum konkret. Stattdessen hat Trump seine Vorwürfe gegen den Iran bekräftigt. Das Regime sei „böse und krank“, sagte der US-Präsident. Die erneuten Angriffe der USA, die er zuvor angekündigt hatte, werden den Angaben von Verteidigungsminister Hegseth stärker und intensiver ausfallen als diese in der Nacht zu Mittwoch. Anna Kipnis Rutte: Iran außerhalb Nato-Gebiet Unterdessen bekräftigt Rutte, dass aus seiner Sicht die neuen US-Angriffe auf iranische Ziele „absolut notwendig gewesen“ seien. Der Iran solle keine Macht über Atomkraft haben. Allerdings wiederholte Rutte, dass sich der Iran außerhalb Nato-Gebiets befinde. Anna Kipnis Nato-Chef will Spannungen um Grönland entschärfen Rutte bemüht sich weiterhin um eine Entschärfung der Spannungen um Grönland. Bei einem gemeinsamen Auftritt mit US-Präsident Donald Trump versicherte Rutte vorab, dass eine frühere Sicherheitsvereinbarung bezüglich Grönland weiterhin Bestand habe. Dies bezieht sich auf ein Sicherheitsabkommen für die Arktis aus dem Januar. Die Vereinbarung umfasste auch Zusagen zum US-Raketenabwehrprogramm „Goldene Kuppel“, bei dem US-Waffen im Weltraum stationiert werden sollen. Rutte dpa Anna Kipnis Rutte zeigt sich sicher, dass die USA in der Nato bleiben Eine Journalistin spricht Rutte auf Trumps Drohungen an, sich weniger in der Nato zu engagieren. Kann der Staatenbund ohne die USA funktionieren? Der Nato-Generalsekretär verweist darauf, dass die Staatschefs durchaus debattieren würden, aber im Endeffekt eine Allianz seien. Er wisse, dass US-Präsident Trump engagiert im Staatenbund sei. Das zeige sich auch an der Steigerung der Verteidigungsausgaben der Staaten, die Trump initiiert hätte. „Familien, die streiten, halten besser zusammen“, sagte Rutte auf eine andere Frage mit Blick auf Trumps Engagement in der Nato. Anna Kipnis Rutte zeigt sich zufrieden mit dem Nato-Gipfel „Wir haben einen enorm erfolgreichen Nato-Gipfel abgeschlossen“, zeigt sich Nato-Generalsekretär Mark Rutte zufrieden mit dem Treffen der Staats- und Regierungschefs. Er zieht als Fazit, dass die Nato-Staaten besonders Einigkeit bewiesen hätten. Seinen kurzzeitigen Schlagabtausch mit Trump lies Rutte hier allerdings aus. Beim Nato-Gipfel im vergangenen Jahr hatten die Alliierten auf Drängen von US-Präsident Donald Trump vereinbart, spätestens ab 2035 jährlich 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für klassische Verteidigung auszugeben – mit Investitionen in Infrastruktur und andere sicherheitsrelevante Bereiche sollen es sogar fünf Prozent sein. Hier gebe es bereits starke Fortschritte, wie das Handelsblatt berichtete. Auch verwies Rutte auf die geschlossenen Rüstungsdeals auf dem Nato-Gipfel. Anna Kipnis Jetzt live: Nato-Generalsekretär Rutte spricht auf Gipfel in Ankara Während Trump noch immer spricht, beendet Nato-Generalsekretär Mark Rutte das Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs in Ankara mit einer Pressekonferenz – allerdings mit einiger Verspätung. Zuvor lieferten sich Rutte und Trump einen kurzen Schlagabtausch. Als Trump erneut mangelnde Unterstützung der Verbündeten im Krieg gegen den Iran beklagte, widersprach Rutte ihm. Rutte hat einen guten Draht zu Trump und ist eigentlich bekannt für die Strategie, Trump in der Öffentlichkeit in Schutz zu nehmen und ihm demonstrativ zu schmeicheln. Generell war das Thema des Iran-Kriegs überaus präsent auf dem Gipfeltreffen, da Trump am Rande verkündete, dass er die Waffenruhe der USA und des Irans für beendet erkläre. Was die Ergebnisse des Gipfels sind, dürfte die Ruttes Erklärung zeigen. Verfolgen Sie diese hier im Livestream. Leonidas Exuzidis Trump verwechselt Selenskyj mit Putin Während er auf Selenskyj zeigt, fragt Trump die anwesenden Journalistinnen und Journalisten, ob jemand eine Frage an Präsident Putin stellen wolle. Seinen Fehler bemerkt der US-Präsident schnell und spielt diesen dann bewusst herunter. Er habe tatsächlich Putin gemeint, denn diesen werde er bald treffen und mit Fragen konfrontieren, sagt Trump anschließend. Selenskyj nimmt all das gelassen und lächelt leicht. Inhaltlich bleibt Trump vage. Der Konflikt sei schwierig, beide Seiten hätten ihre eigenen Bedingungen, sagt der Republikaner. Gleichzeitig habe man zuletzt große Fortschritte erzielt. Beide Seiten würden danach streben, dass der Krieg endet. Es werde bald ein Treffen stattfinden, aber Zeitpunkt und Ort seien noch unklar. Selenskyj (l.) und Trump im Gespräch. Reuters Anna Kipnis Trump stellt Selenskyj Lizenz für Patriot- Produktion in Aussicht US-Präsident Donald Trump hat der Ukraine die Vergabe einer Lizenz für die Produktion von Patriot-Flugabwehrraketen in Aussicht gestellt. Eines der Themen, über die er mit ihm sprechen werde, sei, dass die USA der Ukraine eine Lizenz erteilen werden, um Patriots herzustellen, sagte Trump zu dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor einem Gespräch der beiden am Rande des Nato-Gipfels in Ankara. „Das ist ziemlich cool.“ So könnte sich die Ukraine nicht beschweren, dass die USA ihnen nicht genug solcher Lenkkörper gebe. Wir haben das Unternehmen noch nicht darüber informiert, aber das wird schon gut gehen. Donald Trump Anna Kipnis Anstatt Abschlusskonferenz von Rutte – Gespräch von Trump und Selenskyj Geplant war ursprünglich, dass Nato-Generalsekretär Mark Rutte um 14:15 Uhr die Ergebnisse des Gipfels vorstellen sollte. Allerdings scheint sich die Konferenz zu verschieben. Anstelle von Rutte zeigt der Livestream ein Gespräch von US-Präsident Donald Trump sowie seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj. Dabei gibt sich der US-Präsident optimistisch, den Ukraine-Krieg zu lösen. Allerdings kündigte er mit Blick auf den Iran-Krieg neue Angriffe am heutigen Abend an. „Wir haben sie hart am gestrigen Abend getroffen. Heute werden wir sie auch hart treffen – das sollte ich wohl ankündigen“, sagte Trump mit Blick auf den Iran. Verfolgen Sie die Pressekonferenz hier live. Anna Kipnis Nato-Staaten kündigen milliardenschwere Rüstungsdeals an Die Nato-Staaten haben bei ihrem Gipfeltreffen in Ankara neue Rüstungsverträge im Umfang von „mehr als 50 Milliarden US-Dollar“ (mehr als 43 Mrd. Euro) angekündigt. Im Text der Abschlusserklärung heißt es zudem, man verpflichte sich dazu, die gemeinsamen Produktionskapazitäten auszubauen. Das Handelsblatt berichtete am gestrigen Dienstag bereits über Rüstungskooperationen zwischen Europa und den USA. Vivian Melchert Insider: Trump will USA in der Nato halten - „Wollen bei euch bleiben“ US-Präsident Donald Trump will die USA einem Insider zufolge in der Nato halten. „Wir wollen bei euch bleiben“, sagte Trump am Mittwoch beim Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs des transatlantischen Militärbündnisses in Ankara nach Angaben eines mit den Gesprächen vertrauten Insiders. Zudem erklärte der US-Präsident demnach hinter verschlossenen Türen, die USA seien bereit, weiterhin Waffen an die Verbündeten zu verkaufen – unabhängig davon, wie diese eingesetzt würden, wie die Nachrichtenagentur Reuters weiter aus diesen Gesprächskreisen erfuhr. Das US-Präsidialamt äußerte sich zunächst nicht dazu. Trump wiederholte bei dem Treffen dem Insider zufolge weder seine scharfe Kritik am Nato-Partner Spanien noch seine Ankündigung, das vorläufige Waffenstillstandsabkommen mit dem Iran zu beenden. Er brachte demnach auch das Streitthema Grönland nicht zur Sprache, das für Spannungen innerhalb des Bündnisses gesorgt hatte. Der US-Präsident hatte am Rande des Treffens einen sofortigen Stopp des Handels mit Spanien angeordnet, weil er der Regierung in Madrid unzureichende Verteidigungsausgaben im Rahmen der Nato und mangelnde Unterstützung im Konflikt mit dem Iran vorwirft. Allerdings ist Spanien als EU-Mitglied in die Handelspolitik der Europäischen Union eingebettet. Vivian Melchert Nato-Staaten versprechen Ukraine bei Gipfel Milliardenbetrag Die von Russland angegriffene Ukraine hat beim Nato-Gipfel in Ankara eine neue Zusage für milliardenschwere Militärhilfen erhalten. Für dieses Jahr sagen Verbündete 70 Milliarden Euro für Ausrüstung, Unterstützung und Ausbildung zu. 2027 soll die Militärhilfe mindestens auf diesem Niveau fortgesetzt werden, wie aus der am Nachmittag von den Staats- und Regierungschefs angenommenen Gipfelerklärung hervorgeht. Carlotta Moreno Lara Insider: Trump will USA in der Nato halten Trump hat einem Insider zufolge bei den nicht-öffentlichen Beratungen des Nato-Gipfels versichert, sein Land in dem Militärbündnis zu halten. Das verlautet aus Kreisen, die mit den internen Gesprächen der Nato-Staats- und Regierungschefs vertraut sind. Das Thema Grönland sprach Trump demnach nicht wieder an. Carlotta Moreno Lara Deutschland bietet der Nato Kampfschiffe und Flugzeuge an Deutschland bietet der Nato als Ersatz für bislang garantierte Fähigkeiten des US-Militärs in Europa Schiffe, Kampfflugzeuge und unbemannte Waffensysteme an. Dabei geht es nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur um militärische Zusagen für den Nordwesten des Bündnisgebietes („Joint Operation Area North West“/JOA NW) unter Verantwortung des Hauptquartiers in Norfolk sowie den Südosten (JAO SE), für den das Hauptquartier in Neapel zuständig ist. Demnach soll für jede der beiden Verteidigungszonen eine deutsche Fregatte vom Typ F125 eingemeldet werden, das Modell für den Südosten mit dem Luftverteidigungssystem Iris-T ausgestattet. Die Bundeswehr bezeichnet die Fregatten der Baden-Württemberg-Klasse als technologisch führende Kriegsschiffe, die als Aufgabenspektrum Seeraumüberwachung oder auch Missionen für Embargokontrolle und Anti-Piraterie-Operationen haben. Für den Südosten werden auch zwei Seefernaufklärer vom Typ P-8 Poseidon genannt, die mit Radar, akustischen Systemen und hochauflösenden Optiken ausgestattet sind und U-Boote bekämpfen können, wie erklärt wurde. Zudem sollen acht zusätzliche Eurofighter für den Nordwesten des Bündnisses gestellt werden. Zum deutschen Angebot zählen auch eine Korvette K130 - diese dienen der Seeraumüberwachung in Küstennahe - sowie 5 Drohnen des Typs Heron TP und 2 Kampfdrohnen aus US-Produktion.