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Nato-Kampfflugzeuge sind in die Luft gestiegen, nachdem Drohnen in Estlands Luftraum eingedrungen waren - Warnungen auch aus Finnland und Lettland

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Drohnen haben in der Nacht zum Dienstag in Estland und Finnland für erhöhte Aufmerksamkeit gesorgt. In Estland stiegen Nato-Kampfjets auf, nachdem unbemannte Fluggeräte den estnischen Luftraum erreicht hatten.

Nach Angaben der estnischen Streitkräfte wurden gegen 3 Uhr morgens zunächst Bewohner in den östlichen Landkreisen Lääne-Viru und Ida-Viru vor einer möglichen Luftgefahr gewarnt. Später wurde die Warnung auf weitere Regionen ausgeweitet. Gegen 5.30 Uhr wurde sie wieder aufgehoben, berichtet der estnische Rundfunk ERR.

Türkische F-16 steigen auf

Nach Angaben des estnischen Brigadegenerals Riivo Valge wurden rund zehn Drohnen nahe der Grenze zu Russland beobachtet. Eine Drohne flog zunächst aus Richtung Russland auf Narva zu und drehte anschließend wieder ab. Rund eine halbe Stunde später überquerte eine weitere Drohne im Südosten die estnische Grenze, berichtet die US-Militärzeitung „Stars and Stripes“.

Die estnischen Streitkräfte aktivierten daraufhin ihre bodengestützte Luftabwehr. Gleichzeitig stiegen türkische F-16 vom Nato-Luftwaffenstützpunkt Ämari auf. Die Kampfjets waren dort im Rahmen der Nato-Luftüberwachungsmission stationiert. Nach Angaben der estnischen Streitkräfte feuerten die Maschinen keine Waffen ab. Auch stürzte keine der beobachteten Drohnen in Estland ab, berichtet ERR.

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Estlands Außenminister Margus Tsahkna erklärte, die Nato habe schnell und nach dem vorgesehenen Verfahren reagiert. Er bezeichnete die Vorfälle als direkte Folge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und forderte weiteren Druck auf Moskau, berichtet ERR. Eine eindeutige Zuordnung der Drohnen zu Russland oder der Ukraine geht aus den Angaben allerdings nicht hervor.

Auch Finnland und Lettland reagieren

Zeitgleich kam es in der Region zu weiteren Warnungen. In Lettland wurde im östlichen Bezirk Alūksne vor einer möglichen Luftgefahr gewarnt. Auch dort stiegen Nato-Kampfjets auf. Die Warnung wurde noch in der Nacht wieder aufgehoben, berichtet die finnische Zeitung „Uusi Suomi“.

In Finnland beschränkten die Streitkräfte am frühen Dienstagmorgen vorübergehend den Flug- und Schiffsverkehr im östlichen Teil des Finnischen Meerbusens. Das betroffene Gebiet lag vor der Küste von Kotka. Die Maßnahmen traten um 3.37 Uhr in Kraft und wurden nach Angaben der finnischen Streitkräfte um 6 Uhr für den Luftraum und um 6.10 Uhr für das Seegebiet aufgehoben. Nach Finnland verirrte Drohnen wurden nicht festgestellt.

Brände in Russland nach Drohnenangriffen

Parallel meldeten russische Behörden Drohnenangriffe. Der Gouverneur der Oblast Leningrad, Alexander Drosdenko, erklärte laut ERR, über der Region seien Dutzende Drohnen abgeschossen worden. Im Hafen von Ust-Luga am Finnischen Meerbusen brach nach seinen Angaben ein Feuer aus.

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