Nato-Luftraum: Bulgarien meldet Drohnenexplosion nahe wichtiger Gaspipeline
An der Grenze zwischen Rumänien und Bulgarien ist laut der bulgarischen Regierung eine mit Sprengstoff beladene Drohne explodiert. Die Drohne sei in unmittelbarer Nähe des Grenzübergangs Kardam nahe dem Schwarzen Meer »in 1.000 Metern Entfernung zur Verdichterstation der Transbalkan-Gaspipeline explodiert«, teilte der bulgarische Ministerpräsident Rumen Radew mit. Die Drohne sei um 8.10 Uhr Ortszeit in den bulgarischen Luftraum eingedrungen und sei in ein Sonnenblumenfeld gestürzt. Es habe keine Verletzten oder Sachschäden gegeben. Das Gebiet sei abgesperrt worden, hieß es. Die Drohne enthielt demnach eine erhebliche Menge Sprengstoff. Das unbemannte Fluggerät sei zuvor weder im bulgarischen noch im rumänischen Luftraum entdeckt worden. Teams der bulgarischen Grenzpolizei und des Verteidigungsministeriums des Landes seien dabei, die Herkunft der Drohne festzustellen, sagte Radew. Der genaue Typ der Drohne war zunächst unklar. Es handelte sich den Angaben nach aber nicht um eine »Hobbydrohne«, sondern um eine »größere« Drohne. Ministerpräsident will Grenzüberwachung und Sicherheit verstärken Radew verwies angesichts des Vorfalls auf Verzögerungen bei der Lieferung von Präzisionsradaren für die Armee und kündigte an, die Sicherheit strategischer Standorte und die Überwachung der Grenze zu verstärken. Der Explosionsort befindet sich laut Radew in unmittelbarer Nähe kritischer Energieinfrastruktur. Die Transbalkan-Pipeline verbindet die Türkei mit der Ukraine.