Nato-Ostflanke: Warum plötzlich keine Putin-Jets mehr auftauchen
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Berlin – Letzte Woche meldete die Nato, dass die Zahl der Alarmstarts von Kampfflugzeugen an der Ostflanke des Bündnisses im Juli 2026 deutlich gestiegen sei. Nach Angaben des Gemeinschaftskommandos in Brunssum (Niederlande) wurden demzufolge über 250 Prozent mehr sogenannte „Alpha-Starts“ aufgrund von Russen-Jets registriert als im Juli 2025. Doch seitdem herrscht plötzlich auffällige Ruhe am Himmel. Nachdem die Nato-Nachricht über den drastischen Anstieg der Alarmstarts von Kampfflugzeugen, die zur Identifizierung und zum Abfang verdächtiger Luftfahrzeuge eingesetzt werden, über den eigenen WhatsApp-Kanal des Bündnisses die Runde machte, ist diese Woche nach BILD-Informationen kein einziger Putin-Flieger in den Nato-Luftraum eingedrungen. Fakt ist: Grund für den starken Anstieg war die zunehmende Aktivität der Luftstreitkräfte des Kriegstreibers Wladimir Putin (73). Russische Militärflugzeuge, darunter Aufklärungsflugzeuge des Typs „Il-20“ und Kampfflugzeuge vom Typ „Su-24“, operierten wiederholt in der Nähe des Nato-Luftraums, ohne Flugpläne zu übermitteln und teilweise mit abgeschalteten Transpondern. Nato-Kampfflugzeuge mussten daraufhin mehrfach aufsteigen, um die Maschinen zu identifizieren und gegebenenfalls abzufangen. Ostsee im Visier der Russen-Jets Auch Polen reagierte wiederholt mit dem Aufstieg von Kampfflugzeugen. Das polnische Verteidigungsministerium meldete unter anderem den paarweisen Einsatz von Jets als Reaktion auf massive russische Raketen- und Drohnenangriffe auf die Ukraine sowie auf russische Luftaktivitäten in der Nähe des polnischen Luftraums über der Ostsee. Auch andere Nato-Staaten verstärkten ihre Luftüberwachung in der Region. So fingen italienische Eurofighter, die vorübergehend in Litauen stationiert sind, russische Su-24-Bomber ab, die über der Ostsee nahe der Nato-Grenzen flogen. Nato: Russland trägt volle Verantwortung Besonders angespannt war die Lage in Rumänien. Am 24. Juli stiegen zwei rumänische F-16 und zwei italienische Eurofighter unter Nato-Kommando auf, nachdem eine Drohne in den rumänischen Luftraum eingedrungen war. Nach dem Grenzübertritt wurde der Einsatz von Waffen autorisiert und die Drohne abgeschossen. In den darauffolgenden Tagen schossen rumänische F-16 zwei weitere Drohnen ab, die den rumänischen Luftraum verletzt hatten. Damit kam es innerhalb kurzer Zeit zu einer außergewöhnlichen Häufung bewaffneter Abfang- und Abwehreinsätze an der Ostflanke des Bündnisses.