DAX -0,22 % 25.099,00 Pkt 18:00:00 MDAX -0,05 % 31.965,53 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +1,14 % 6.280,94 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,52 % 51.947,25 Pkt 23:26:43 S&P 500 -1,16 % 7.411,98 Pkt 23:26:35 Nasdaq -2,78 % 24.975,82 Pkt 23:15:59 Nikkei -2,73 % 64.611,15 Pkt 08:45:03 Gold +0,08 % 4.070,80 USD 22:59:59 Silber +0,43 % 58,91 USD 22:59:55 Brent 0,00 % 96,78 USD 22:59:55 WTI 0,00 % 89,31 USD 22:59:59 Bitcoin +0,21 % 64.447,15 USD 07:18:55 EUR/USD -0,32 % 1,13750 USD 23:29:21 EUR/GBP 0,00 % 0,85320 GBP 06:49:20 EUR/CHF +0,06 % 0,92970 CHF 06:49:20 EUR/JPY +0,08 % 186,245 JPY 23:29:21

NATO setzt gegen Putin auf KI von Palantir

Technologie

Startseite Politik Geheimer NATO-Plan gegen Putin: Details zu neuem eisernen KI-Vorhang inklusive „Tötungsnetz“ sickern durch Von: Tadhg Nagel Uns auf Google folgen Zuerst sehen, entscheiden, zuschlagen. Eine KI soll Angriffe erkennen, bevor Soldaten eingreifen. Ein „Kill Web“ gegen Putin – doch zu welchem Preis? Brüssel – Maschinen statt Soldaten an der Front und Algorithmen statt Generalstäbe bei der Zielauswahl. Die NATO plant offenbar eine tiefgreifende Modernisierung ihrer Ostflanke. Dabei setzt sie auf eine Art digitale Festung, die russische Angriffe schon im Ansatz erkennen und abwehren soll. Um dieses Ziel zu erreichen, greift das Bündnis auf ein Produkt der wohl umstrittensten KI-Firma überhaupt zurück. Wie die Bild unter Berufung auf ihr vorliegende Unterlagen berichtet, plant die NATO eine grundlegende Neuausrichtung ihrer Verteidigungsstrategie an der Ostflanke. Unter dem Codenamen „Eastern Flank Deterrence Initiative“ (EFDI) soll künftig die gesamte Grenzlinie von Finnland bis Rumänien einheitlich digital überwacht werden. Kern des Plans sei eine Echtzeiterfassung russischer Truppenbewegungen mithilfe von Satelliten, Drohnen und Bodensensoren, deren Daten von Künstlicher Intelligenz ausgewertet und allen Mitgliedstaaten gleichzeitig zugänglich gemacht werden sollen. „Zuerst sehen, zuerst entscheiden, zuerst zuschlagen“: Das Leitprinzip der neuen NATO-Strategie Neu an dem Konzept sei das Prinzip des vernetzten Zugriffs auf Waffensysteme, das in den Dokumenten als „Kill Web“ (zu Deutsch: Tötungsnetz) bezeichnet werde. Erkennen Sensoren etwa einen vorrückenden Panzerverband, werden laut dem Bericht sofort Satelliten-, Radar- und Sensordaten abgeglichen. Die Kommandeure erhielten so ein vollständiges Lagebild und könnten entscheiden, welches NATO-Land über das geeignetste Mittel verfügt, um den Angriff abzuwehren. Das erklärte Leitprinzip laute: „Zuerst sehen. Zuerst entscheiden. Zuerst zuschlagen.“ Besonders auffällig sei ein neues Schichtmodell der Verteidigung. An der Ostflanke solle künftig zunächst ausschließlich Technik zum Einsatz kommen. Drohnen, unbemannte Fahrzeuge und Bodenroboter sollen vorrückende russische Kräfte so schwächen, bevor bemannte Panzer, Kampfflugzeuge und Soldaten eingreifen. US-Army-Sprecher Major Matt Blubaugh erklärte gegenüber der Zeitung, das Konzept ersetze keine konventionellen Streitkräfte, sondern solle „ihre Kampfkraft schonen und den Kommandeuren mehr Zeit und Entscheidungsvorteile verschaffen“. Maven Smart System läuft seit Kurzem in Belgien: Palantir liefert die KI-Plattform der NATO Die Umsetzung solle zügig erfolgen. Schließlich sei man innerhalb der Allianz davon überzeugt, mit dieser Strategie sowohl die Wahrscheinlichkeit eines russischen Angriffs zu senken als auch im Ernstfall handlungsfähiger zu sein als bisher. Laut der britischen Zeitung The Times ist das technologische Herzstück dieser neuen Strategie bereits in Betrieb. Im militärischen Hauptquartier der NATO in Belgien laufe seit Kurzem das sogenannte „Maven Smart System“ (MSS) – entwickelt vom amerikanischen Technologieunternehmen Palantir. Diese KI-gestützte Plattform führe Daten der NATO-Mitglieder zusammen, zeige Truppenpositionen entlang der Ostflanke in Echtzeit, verfolge russische Bewegungen und identifiziere Angriffsziele. Reaktionszeiten, die bislang Stunden dauerten, sollen sich damit auf Minuten verkürzen. Frankreich und Deutschland bisher dagegen: Palantir spaltet die NATO in Befürworter und Kritiker „Sollte die NATO in den Krieg ziehen, würde sie dies unter Einsatz von Palantir tun“, habe Palantir-UK-Chef Louis Mosley am Rande des NATO-Gipfels in Ankara stolz verkündet. Doch es sei wohl kaum ein Zufall, dass der Name der Firma in der offiziellen NATO-Pressemitteilung weggelassen worden sei, urteilt das Blatt. Vielmehr lasse sich hieran symptomatisch die Spannung erkennen, die das System innerhalb des Bündnisses erzeuge. Frankreich und Deutschland etwa hätten sich dem Einsatz von Palantir-Technologie bisher weitestgehend widersetzt, während Großbritannien, Schweden und die Niederlande zu den Ländern gehören, die sie bereits übernommen haben.

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