Nato: Verdächtige Signale versetzen Rumäniens Luftwaffe in Alarm
Einsatz in Grenzgebiet
Nato-Staat empfängt verdächtige Signale: Kampfjets steigen auf
Von t-online, sic
Aktualisiert am 24.08.2026 - 10:40 UhrLesedauer: 2 Min.
Unklare Radarsignale über Moldau setzen Rumäniens Luftwaffe in Alarmbereitschaft. F-16-Jets und ein Militärhubschrauber steigen nahe der Grenze auf.
Wiederkehrende Radarsignale im Luftraum der Republik Moldau haben am Montagmorgen die rumänische Luftwaffe alarmiert. Die Signale waren laut dem rumänischen Verteidigungsministerium gegen 6 Uhr zunächst in der Region Cahul im Süden Moldaus geortet worden, später erfassten Überwachungssysteme Signale bei Galați im Osten Rumäniens. Beide Orte befinden sich im moldauisch-rumänischen Grenzgebiet.
Als Reaktion ließ die rumänische Luftwaffe zwei F-16-Kampfjets sowie einen IAR-330-Militärhubschrauber vom Stützpunkt Borcea starten, teilte das Verteidigungsministerium des Nato-Staats auf der Plattform X mit. Die Maschinen sollen demnach die "Situation überwachen". Das Nationale Militärkommando habe das Krisenzentrum angewiesen, die Bevölkerung zu warnen. Dies sei um 6.12 Uhr geschehen.
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Später teilte das Verteidigungsministerium mit, dass es sich bei den Signalen um eine Drohne gehandelt habe. Die Herkunft ist weiter unbekannt. Der Luftalarm sei um 8.52 Uhr aufgehoben worden. Die F-16-Kampfjets seien wieder auf ihrer Basis gelandet. Die Mannschaft des Hubschraubers habe derweil noch keine Spuren eines Einschlags oder Drohnenfragmente entdecken können, die auf einen Absturz auf rumänisches Staatsgebiet hinweisen würden. Weitere Informationen würden folgen.
Mehrfach Drohnenvorfälle in Rumänien
In den vergangenen Jahren hat es sowohl in Moldau als auch in Rumänien bereits mehrfach Alarm wegen Drohnen gegeben, die in die Lufträume beider Länder eingedrungen waren. Ebenfalls hat es bereits Einschläge gegeben. Dabei kann es sich um Irrläufer handeln, die von Russland oder der Ukraine für Angriffe auf die jeweils andere Kriegspartei eingesetzt werden.
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Am Montagmorgen hatte Russland die Region Odessa am Schwarzen Meer mit Luftangriffen überzogen. Dabei setzte das russische Militär sowohl Drohnen als auch Raketen ein. In der Großstadt Odessa trafen Geschosse Lebensmittellager, Energieinfrastruktur und auch Privathäuser. Laut Behördenangaben brachen Brände aus.
Bereits am Freitag hatte es zudem einen Vorfall mit einer Seedrohne vor der rumänischen Schwarzmeerküste gegeben. Das Gerät war laut rumänischen Angaben mit Sprengstoff beladen und hielt sich nahe der Gasplattform "Neptun Alpha" auf. Ein F-16-Kampfjet schoss die Drohne ab. Das rumänische Verteidigungsministerium erklärte, dass es sich dabei nicht um eine ukrainische Drohne gehandelt habe. Am selben Tag stürzte eine Drohne im Kreis Tulcea ab.