Neubaustrecke Hamburg-Hannover: Entscheidung erst im September
Stand: 08.07.2026 11:26 Uhr CDU und SPD haben im Verkehrsausschuss des Bundestags eine Entscheidung zur Neubaustrecke Hamburg-Hannover getroffen - und zwar, dass sie vorerst keine Entscheidung treffen. Die soll jetzt am 23. September fallen. Der erste Termin nach der Sommerpause liegt kurz nach den Kommunalwahlen in Niedersachsen. Und: Nach Informationen des NDR haben sich die Verkehrspolitiker von Union und SPD längst auf einen gemeinsamen Antrag zur Neubaustrecke verständigt. Sie soll also vermutlich kommen. Kernpunkt des Antrags: Union und SPD befürworten eine neue Trasse, wenn es im Gegenzug Verbesserungen an der Bestandsstrecke gibt. Der zuständige CDU-Verkehrspolitiker Michael Donth hatte vor der Sitzung auf NDR Anfrage geantwortet: "Wir stehen hinter der Neubaustrecke, sehen aber auch, dass es kurzfristige Maßnahmen am Bestand braucht." Die Gespräche darüber seien noch nicht abgeschlossen, daher der Aufschub in den September. Grüne kritisieren Aufschiebung als wahltaktisches Manöver Die Grünen kritisieren die Vertagung als wahltaktisches Manöver. Die Bundestagsabgeordnete und Verkehrsexpertin Swantje Michaelsen (Grüne) aus Niedersachsen hatte im Vorfeld der Sitzung vermutet, dass SPD und CDU Konflikte in einigen Wahlkreisen vermeiden wollen. Es könne nicht sein, dass Lars Klingbeil (SPD) den Bahnausbau in Norddeutschland seinem Wahlerfolg vor der eigenen Haustür opfere, hatte Michaelsen dem NDR Niedersachsen gesagt. Der Wahlkreis des Bundespolitikers Klingbeil wäre direkt von der umstrittenen Neubautrasse betroffen. Wie der NDR erfahren hat, soll die Vertagung der Entscheidung allerdings auch auf Bundestagsabgeordnete der CDU zurückgehen.