Neue Bedrohung an der Front: Ukrainische Drohnen-Detektoren werden gegen russische Technik plötzlich nutzlos
Im Ukraine-Krieg bekommt das Wettrüsten eine neue Dimension: Russland setzt eine modifizierte Version seiner Drohne vom Typ „Bumerang“ ein. Dieser Typ kann von den meisten tragbaren Warngeräten (Detektoren) der ukrainischen Truppen nicht mehr erfasst werden, wie das tschechische Militärportal „Armádní zpravodaj“ und die Ukrainska Pravda schreiben. Der Grund: Diese umgebauten russischen Fluggeräte übertragen laut dem Bericht ihr Videosignal neuerdings in einem Frequenzbereich zwischen 6 und 7,2 Gigahertz. Der Empfang von Zehntausenden ukrainischen Detektoren liegt genau an der Grenze von 6 Gigahertz, also knapp darunter. Dadurch bleiben die herannahenden Drohnen für die Soldaten in den Schützengräben und in den Panzern unsichtbar. Umgebaute Drohnen: Ukraine hat Probleme, Warngeräte anzupassen Die betroffenen Warngeräte der Ukraine lassen sich nicht durch ein einfaches Update anpassen, da ihre Hardware physisch nicht für höhere Frequenzen ausgelegt ist. Zwar existieren hochentwickelte Erkennungssysteme auf dem Markt. Diese sind dem Bericht zufolge deutlich teurer und auch schwerer. Für den mobilen Einsatz direkt an der Frontlinie eignen sich die schwereren Warngeräte kaum. Laut dem Bericht von „Armádní zpravodaj“ steht die ukrainische Armee jetzt vor der logistischen Herausforderung, ihre gesamten Warngeräte austauschen zu müssen. Zusätzlich erschwert ein neues Steuerungssystem die Abwehr der russischen Fluggeräte. Die umgebauten „Bumerang“-Drohnen verfügen über eine automatische Zielerfassung mit zwei Kameras. Sobald der Pilot ein Ziel markiert hat, steuert die Drohne dieses selbstständig an, selbst wenn das Funksignal unterbrochen wird.