Neue Betrugsmasche nutzt Rentenversicherung aus
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Eine angebliche Rückzahlung von 387,44 Euro klingt für viele verlockend. Genau darauf setzen Betrüger aktuell mit einer neuen E-Mail-Masche. Die Nachrichten wirken auf den ersten Blick wie offizielle Schreiben der Deutschen Rentenversicherung. Tatsächlich sollen Empfänger aber dazu gebracht werden, persönliche Daten und ihre Bankverbindung preiszugeben.
So schaffen Betrüger Vertrauen
Nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW verschicken Kriminelle E-Mails mit dem Betreff „Beitragserstattung zur Auszahlung freigegeben“. Die Schreiben wirken durch ihre Gestaltung und Formulierungen besonders glaubwürdig. In den Nachrichten behaupten die Täter, Versicherte hätten in den Jahren 2024 und 2025 zu hohe Rentenversicherungsbeiträge gezahlt. Deshalb stehe ihnen angeblich eine Erstattung von 387,44 Euro zu. Um das Geld zu erhalten, sollen Empfänger über einen Link ihre Bankdaten bestätigen.
Laut Verbraucherzentrale unterscheidet sich diese Betrugsmasche von vielen anderen Phishing-Versuchen. Statt mit unrealistischen Summen zu werben, nennen die Täter einen konkreten Betrag. Das soll den Eindruck erwecken, die Rentenversicherung habe die Erstattung tatsächlich berechnet. Zusätzlich erhöhen die Betrüger den Druck. Sie behaupten, der Anspruch könne verfallen, wenn die Erstattung nicht rechtzeitig beantragt oder bestätigt werde.
Diese Warnzeichen sprechen für Betrug
Die Deutsche Rentenversicherung erklärt in einem Blogpost , dass sie niemals per E-Mail dazu auffordert, sensible Daten oder Bankverbindungen über einen Link einzugeben. Bei folgenden Warnzeichen sollten Empfänger misstrauisch werden:
eine unpersönliche Anrede
eine auffällige oder unbekannte Absenderadresse
die überraschende Ankündigung einer Geldrückzahlung
Links oder Schaltflächen zur Dateneingabe
die Aufforderung, persönliche Informationen preiszugeben
künstlich erzeugter Zeitdruck
So sollten Betroffene reagieren
Wer eine solche Nachricht erhält, sollte keine Links anklicken und keine Daten eingeben. Stattdessen empfiehlt es sich, die E-Mail zu löschen oder direkt in den Spam-Ordner zu verschieben. Für Informationen zum eigenen Rentenkonto sollten ausschließlich die offiziellen Zugangswege der Deutschen Rentenversicherung genutzt werden.
Wer bereits Daten übermittelt hat, sollte umgehend seine Bank informieren, Zugänge sichern, Passwörter ändern und ihre Konten in den folgenden Tagen besonders aufmerksam kontrollieren.