DAX +1,76 % 25.623,82 Pkt 16:37:44 MDAX +2,08 % 30.499,10 Pkt 16:37:44 Euro Stoxx 50 +0,88 % 6.170,05 Pkt 16:37:30 Dow Jones +0,40 % 52.425,62 Pkt 16:52:36 S&P 500 +1,38 % 7.729,15 Pkt 16:52:44 Nasdaq +2,09 % 26.497,23 Pkt 16:52:40 Nikkei +1,73 % 63.268,37 Pkt 07:45:03 Gold +0,99 % 4.078,40 USD 16:42:35 Silber +0,92 % 54,61 USD 16:42:44 Brent -5,71 % 109,20 USD 16:42:37 WTI -1,83 % 99,90 USD 16:42:39 Bitcoin +0,66 % 80.531,96 USD 16:52:42 EUR/USD -0,62 % 1,11480 USD 16:51:46 EUR/GBP -0,16 % 0,83720 GBP 16:52:43 EUR/CHF -0,03 % 0,92380 CHF 16:52:44 EUR/JPY -0,02 % 175,887 JPY 16:52:44

Neue Details zum mutmaßlichen Brandstifter vom Kehlsteinhaus

Nation

bgland24-de

BGLand

Region Berchtesgaden

Berchtesgaden

In schweren Bergunfall involviert: Neue Details zum mutmaßlichen Brandstifter vom Kehlsteinhaus

Von: Heidi Geyer

Er zündete mutmaßlich das Kehlsteinhaus an und floh mit einem Motorrad. Zudem wurde bekannt, dass der Mann ein Geständnis für einen Vorfall im Jahr 2013 erst kürzlich gemacht hat. Nun gibt es neue Details über den mutmaßlichen Täter.

Berchtesgaden/Schönau - Der mutmaßliche Brandstifter vom Kehlsteinhaus am Freitagabend ist nach bisherigem Kenntnisstand psychisch erkrankt. Derzeit ist der Mann in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Laut Staatsanwaltschaft Traunstein ist er möglicherweise deshalb vermindert schuldfähig.

Wie bekannt wurde, hat der Mann erst kürzlich eine Tat aus dem Jahr 2013 gestanden. Am 6. Dezember 2013 traf am Krampustag eine Flasche einen 25-Jährigen im Gesicht. Er kam mit einer schweren Augenverletzung ins Klinikum Salzburg. Nach dem Täter wurde gefahndet, allerdings kam es zu keiner Festnahme oder einem Tatverdächtigen. Jahre später plötzlich die Wende: Mitte Oktober gestand der mutmaßliche Brandstifter vom Obersalzberg die Tat. Ob er damals als Besucher dort war, oder als Krampus verkleidet, ist unklar. Darüber hat die Staatsanwaltschaft Traunstein auf Anfrage unserer Redaktion keine Kenntnis. Ob der Mann für die Tat noch belangt werden kann, steht auf einem anderen Blatt. Denn sollte die Tat als schwere Körperverletzung gewertet werden, dann ist sie bereits verjährt. Dies wird laut Staatsanwaltschaft derzeit geprüft.

Bergunfall mit 18 Jahren im Berchtesgadener Land

Schon einmal sorgte der Mann für Schlagzeilen. Aus Polizeikreisen heißt es, dass der 33-Jährige zu Beginn der 10er-Jahre einen schweren Snowboardunfall hatte. Der damals 18-jährige Berchtesgadener soll damals am Jenner bei Dunkelheit über eine gesperrte Piste gefahren sein. Dabei übersah er das dort gespannte Pistenraupen-Seil.

Nach Angaben der Berchtesgadener Polizei war der damals 18-Jährige mit seinem auswärtigen 43-jährigen Vater auf einer Skitour zum Stahlhaus unterwegs. Weil sie den Weg nicht kannten, stiegen sie über die gesperrte Piste auf. Oben angekommen bemerkten sie dann ihren Irrtum und fuhren die Aufstiegsstrecke wieder ab.

In der Zwischenzeit hatte jedoch ein Arbeiter der Jennerbahn seine Pistenraupe mit einem Windenseil gesichert und begann, die Piste zu präparieren. Mit schweren Verletzungen wurde er von der Bergwacht geborgen und kam in eine Klinik.

Auch in der Nacht zum Samstag (24. Oktober) war die Bergwacht im Einsatz: Bei dem Brand des Kehlsteinhauses kamen kurzfristig die Feuerwehrleute während Schneetreibens in Gefahr und mussten stundenlang in eisiger Kälte ausharren. Die Bergwacht machte ihnen schlussendlich einen Weg frei.

Ob der Snowboardunfall Einzug in die Ermittlungen findet, ist offen. Wie die Staatsanwaltschaft auf Anfrage der Redaktion erklärte, sei dieser Vorfall ihr nicht bekannt. Laut Polizei werden in einem Strafverfahren auch solche Themen aus der Historie berücksichtigt. Das sei jedoch Aufgabe der Gutachter und nicht der Polizei.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren