Neue Doku mit Märtha Louise und Durek sorgt für heftige Kritik
Auf der Streamingplattform Viaplay ist ab Mittwoch (16. September) die neue Doku-Serie „Alternative Norge“ zu sehen. Darin treten auch Prinzessin Märtha Louise (54) und ihr Schamanen-Ehemann Durek Verrett (51) auf. Ebenfalls vor der Kamera steht Magnus Slagsvold Støre (37), der Sohn des norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre.
Serie mit Märtha Louise & Durek sorgt für Kritik
In der ersten Folge zeigt Durek beispielsweise seine „kraftvolle und emotionale Klangreise“, während Märtha von angeblichen früheren Leben erzählt, in denen sie getötet worden sei.
Schon kurz nach dem Start der Serie häuft sich allerdings die Kritik. „Wirkt wie ein Werbefilm für die Alternativbranche“, titelte die norwegische Tageszeitung „Aftenposten“. In dem Artikel vom 15. September hieß es außerdem: „Die Schwester des Königs und der Sohn des Ministerpräsidenten stehen im Mittelpunkt einer aufsehenerregenden, völlig unkritischen Serie über die Alternativbranche.“
Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett kaum zu sehen
Für „VG“-Kritiker Morten Ståle Nilsen bewegen sich Märtha Louise und Durek Verrett mit ihren Auftritten klar im Bereich dessen, was er als „Humbug“ und „Quacksalberei“ bezeichnet.
Auch „Se og Hør“ kritisiert die Doku-Serie scharf. Es gebe keine kritischen Fragen „weder an die Protagonisten noch an diejenigen, die an den Sitzungen mit ihnen teilnehmen.“
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Ähnlich sieht das „VG“: „'Alternative Norge' als Dokumentarfilm zu bezeichnen, ist unzutreffend, da darin keine Spur von Journalismus zu finden ist. Es ist nicht nur so, dass niemand unseren alternativen Freunden kritische Fragen stellt. Es ist sogar so, dass überhaupt niemand irgendwelche Fragen stellt.“
Man könne die Serie auch als „faulste, unkritischste und kontextloseste Form der Fernsehproduktion betrachten“. Weder würde das Gesagte hinterfragt noch der Wahrheitsgehalt überprüft. Für viele Zuschauer dürfte der Auftritt von Prinzessin Märtha Louise und Durek Verrett am interessantesten sein – die beiden spielen laut „VG“ aber nur „eine relativ kleine Rolle“ und wären gerade einmal fünf bis zehn Minuten pro Folge zu sehen. „Sie sind lediglich mit dabei in der Serie, genau wie all die anderen Sonderlinge“, heißt es in der Kritik.
HINTERGRUND
„Weder klug noch verantwortungsvoll”
Nach Märtha Louises Titelverstoß hagelt es Kritik von Royal-Expertin
Sender bezieht Stellung
Der Sender selbst erklärt dazu lediglich: „In sechs Folgen lernen wir alles kennen, von Tierkommunikatoren und Schamanen bis hin zu Atemtherapeuten, Hellsehern und spirituellen Begleitern.“
Eine Pressesprecherin erklärt gegenüber „Se og Hør“: „Wie bereits in einer Pressemitteilung mitgeteilt, nimmt die Serie keine Stellung zu den dargestellten Behauptungen, sondern gewährt den Zuschauern einen Einblick in die verschiedenen alternativen Milieus und deren Welt.“
Mit Material von Dana Press