Neue Doku zeigt brutal verletzlichen Moment von Pep Guardiola
Eine neue Dokumentation über Pep Guardiolas letzte Jahre bei Manchester City gewährt intime Einblicke in das Seelenleben des Star-Trainers. Besonders bewegend: der Moment, in dem Guardiola seinen Spielern von der Trennung von seiner Frau Cristina Serra erzählt. Die vierteilige Amazon-Prime-Dokumentation "A Beautiful Obsession" beleuchtet Pep Guardiolas finale zwei Spielzeiten bei Manchester City – und rückt dabei auch sein Privatleben in den Fokus. In einer der eindrücklichsten Szenen der Serie bricht der Katalane in der Kabine des Turiner Allianz-Stadions vor seiner Mannschaft zusammen und gesteht die Scheidung von seiner langjährigen Partnerin Cristina Serra. "Jungs, ich muss euch etwas gestehen. Ich bin geschieden von der schönsten Frau auf diesem Planeten, meiner Frau, meiner Ex-Frau. Ich liebe sie unglaublich! Aber wir haben die Leidenschaft verloren", sagte Guardiola nach der 0:2-Niederlage gegen Juventus in der Champions League im Dezember 2024 zu seinen Spielern. Er forderte sein Team auf, alles im Leben mit Leidenschaft anzugehen: "Ich will keine guten Spieler, ich will Spieler mit Leidenschaft." 30 Jahre Beziehung – Serra zog 2019 zurück nach Barcelona Die Trennung markierte das Ende einer Beziehung, die drei Jahrzehnte überdauert hatte. Guardiola und Serra hatten 2014 geheiratet und haben drei gemeinsame Kinder. Serra begleitete den Trainer in den ersten Jahren nach Manchester, kehrte jedoch 2019 mit der jüngsten Tochter Valentina nach Barcelona zurück, wie die "Daily Mail" schreibt. Das Paar lebte daraufhin fünf Jahre getrennt, bevor die Scheidung folgte. Laut "Daily Mail" teilte Guardiola die Nachricht seinen Spielern Wochen vor dem öffentlichen Bekanntwerden mit – nur ein kleiner Kreis enger Vertrauter wusste zu diesem Zeitpunkt davon. Die Dokumentation zeigt auch, welche Spuren die persönliche Krise bei Guardiola hinterließ. Sein langjähriger Weggefährte Manel Estiarte wandte sich in einer seltenen Geste direkt an die Mannschaft. "Sie waren besorgt, weil Pep ängstlich war. Er war traurig. Er war anders. Und nur ich kannte den Grund", erklärte Estiarte. Er habe dem Team gesagt: "Ihr seht keinen Trainer, der mal impulsiv ist. Ihr seht einen Menschen. Er lässt sich scheiden." Die BBC schildert zudem den Hintergrund jener turbulenten Phase: Neben der Scheidung lasteten die 115 Anklagepunkte wegen mutmaßlicher Verstöße gegen die Finanzregeln der Premier League auf dem Klub, und Ballon-d'Or-Gewinner Rodri fiel mit einer Langzeitverletzung aus. Mediale Spekulationen über Guardiolas psychischen Zustand entflammten zusätzlich, als der Trainer nach einem 3:3 gegen Feyenoord im November 2024 mit Kratzern an Kopf und Nase vor die Kameras trat. Empfehlungen der Redaktion Das große Problem der Infantino-Gegner Rodri schwärmt: "Ein Traum, für Barcelona zu spielen" Barca-Vereinslegende kehrt als Co-Trainer zurück Scheidung als wiederkehrendes Motiv Die Trennung von Serra durchzieht die gesamte Doku-Serie wie ein roter Faden. Auch rund ein Jahr nach dem Geständnis in Turin griff Guardiola das Thema erneut auf – diesmal nach einer 0:2-Heimniederlage gegen Bayer Leverkusen, für die er eine stark veränderte Startelf aufgeboten hatte. "Ich lebe mein Leben, meine Scheidung, meine Familie ist weit weg – und das alles für euch. Und was gebt ihr mir zurück? Diese Leistung. Das ist eine Schande", zitiert "The Athletic" den Trainer. Gegenüber den Kameras ging er noch weiter: "Wenn ihr so spielt, fühle ich mich allein. Ich bin erschöpft, ich bin ausgelaugt, ich will aufhören." Guardiola verließ Manchester City nach der Saison 2025/26 und damit nach einem Jahrzehnt an der Seitenlinie des Etihad Stadium. In dieser Zeit gewann er 20 Trophäen, darunter den FA Cup und den League Cup in seiner letzten Spielzeit. (red)