Neue Eskalation im Nahen Osten: Iran hat AWS-Infrastruktur in Bahrain „zerstört“
close notice This article is also available in English. It was translated with technical assistance and editorially reviewed before publication. . Iranische Streitkräfte haben nach eigenen Angaben erneut AWS-Rechenzentren angegriffen und dabei Amazons Infrastruktur in Bahrain zerstört. Das berichtet CNBC unter Berufung auf eine Stellungnahme der iranischen Revolutionsgarden, von Amazon selbst gibt es bislang keine Bestätigung. Auch anhand der Statusseite von AWS lässt sich das nicht verifizieren, dort werden die betroffenen Standorte und Dienste schon seit dem Frühling als „unterbrochen“ bezeichnet. Die behaupteten Angriffe erfolgten jetzt im Rahmen der neuerlichen Eskalation im Nahen Osten, wo die USA wieder Angriffe auf den Iran ausführen und die Islamische Republik im Gegenzug US-Standorte attackiert. Weiterlesen nach der Anzeige Seit Monaten unterbrochen Die ersten AWS-Rechenzentren in der Region waren Anfang März beschädigt worden. Anfangs hieß es von AWS aber lediglich, dass sie von „Objekten“ getroffen wurden. Erst merklich später hat das Cloud-Unternehmen bestätigt, dass die anhaltenden Störungen auf Drohneneinschläge zurückgehen und damit ein direkter Zusammenhang zu den Kämpfen in der Region bestand. In den Vereinigten Arabischen Emiraten wurden demnach zwei Einrichtungen direkt getroffen, in Bahrain war eine Drohne in der Nähe von einer niedergegangen. Die Treffer hätten „strukturelle Schäden“ zur Folge, zudem sei die Stromversorgung beeinträchtigt. Der US-Konzern hat damals zum Wechsel der AWS-Region geraten. Seit Ende März ist AWS in Bahrain unterbrochen. Die USA und Israel haben am 28. Februar begonnen, Luftangriffe auf den Iran auszuführen. Wochenlang flogen Raketen in den Iran und auf Nachbarstaaten, die Schäden waren gravierend, zahlreiche Menschen wurden getötet. Mitte Juni vereinbarten die USA und der Iran dann ein Rahmenabkommen, das den Weg zur Beendigung des Krieges über vertiefte Verhandlungen ebnen sollte. Seit April galt zudem eine Waffenruhe, die Trump kürzlich aber für beendet erklärte. Auch Teheran fühlt sich nicht mehr an die vorläufige Absichtserklärung gebunden. Seit Tagen gibt es wieder täglich Angriffe, die Schifffahrt durch die wichtige Straße von Hormus steht weitgehend still.