DAX +1,36 % 25.959,48 Pkt 09:47:03 MDAX +0,60 % 32.408,58 Pkt 09:47:04 Euro Stoxx 50 +0,71 % 6.402,89 Pkt 09:47:00 Dow Jones +1,73 % 52.485,03 Pkt 23:22:18 S&P 500 +2,37 % 7.489,72 Pkt 23:22:12 Nasdaq +3,81 % 25.373,85 Pkt 23:15:59 Nikkei -0,94 % 63.754,90 Pkt 08:45:03 Gold +0,21 % 4.115,70 USD 09:52:01 Silber +1,14 % 58,45 USD 09:52:00 Brent -5,02 % 83,52 USD 09:52:02 WTI -6,04 % 79,56 USD 09:52:02 Bitcoin -1,53 % 62.528,63 USD 10:01:59 EUR/USD +0,04 % 1,15290 USD 10:01:53 EUR/GBP +0,05 % 0,85640 GBP 10:02:04 EUR/CHF +0,33 % 0,93180 CHF 10:02:04 EUR/JPY -2,13 % 180,644 JPY 10:02:04

Neue Option für die HIV-Behandlung

Gesundheit

Damit eröffnet sich das Potenzial für eine neue HIV-Behandlungsoption, die die Belastung durch die lebenslange tägliche Einnahme von Tabletten verringern könnte. Die Ergebnisse, die auf der Internationalen AIDS-Konferenz in Rio de Janeiro vorgestellt wurden, stammen aus der Phase-3-Studie ISLEND-1. Darin wurde eine einmal wöchentlich einzunehmende Tablette mit einer Kombination aus Islatravir und Lenacapavir bei Erwachsenen untersucht, deren HIV-Infektion bereits gut unter Kontrolle war. An der internationalen Studie nahmen 607 Erwachsene an 106 klinischen Standorten in 12 Ländern teil. Teilnehmende, die unter der täglichen HIV-Standardtherapie eine Virusunterdrückung aufrechterhalten hatten, wurden nach dem Zufallsprinzip entweder der Gruppe zugewiesen, die auf die einmal wöchentlich einzunehmende Tablette umstellte, oder der Gruppe, die ihre bestehende tägliche Medikation beibehielt. Weniger Tabletten, mehr Flexibilität Nach 48 Wochen erwies sich die einmal wöchentliche HIV-Therapie als der Standardbehandlung mit einmal täglicher Einnahme nicht unterlegen. Mehr als 93 Prozent der Teilnehmenden in beiden Gruppen behielten die Virusunterdrückung bei, während bei keinem der Teilnehmenden, die die wöchentliche Behandlung erhielten, während der Studie ein virologisches Versagen auftrat. Die Studie befasst sich mit einer der anhaltenden Herausforderungen in der HIV-Versorgung. Obwohl moderne Medikamente HIV zu einer behandelbaren Langzeiterkrankung gemacht haben, kann die tägliche Einnahme von Medikamenten bei manchen Menschen nach wie vor zu Stigmatisierung und Behandlungsmüdigkeit beitragen. Eine einmal wöchentlich einzunehmende orale HIV-Therapie könnte mehr Flexibilität bieten und gleichzeitig die Notwendigkeit injizierbarer Therapien vermeiden. Prof. Chloe Orkin von der Queen Mary University of London und Korrespondenzautorin der Studie sagte: „Die erste wöchentliche orale Therapie zur Behandlung von HIV überhaupt könnte Menschen, die mit HIV leben, eine willkommene Erleichterung von der Belastung durch die lebenslange tägliche Einnahme von Tabletten bieten.“ Erstautor Prof. Jürgen K. Rockstroh von der Medizinischen Klinik I am UKB, der auch an der Universität Bonn forscht, ergänzt: „Therapievereinfachungen wie diese einmal wöchentliche Therapie können einen wichtigen Beitrag leisten, Menschen mit HIV bei der Therapietreue zu helfen und der Tablettenmüdigkeit einer lebenslangen Therapie entgegenzuwirken.“ Kombination aus zwei langwirksamen Wirkstoffen Die wöchentliche Tablette kombiniert zwei langwirksame antiretrovirale Medikamente – Islatravir und Lenacapavir – mit sich ergänzenden Wirkmechanismen, die eine wirksame einmal wöchentliche Dosierung ermöglichen. Die Forschenden gehen davon aus, dass die einmal wöchentlich einzunehmende Tablette eine wichtige zusätzliche Behandlungsoption für Menschen mit HIV darstellen könnte. Die Studie wird fortgesetzt. Die Teilnehmenden werden insgesamt 96 Wochen lang weiter beobachtet, um die langfristige Sicherheit und Wirksamkeit der einmal wöchentlichen HIV-Behandlung zu bewerten.

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