DAX +0,15 % 25.410,84 Pkt 18:00:00 MDAX +0,67 % 30.287,68 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.116,23 Pkt 18:00:00 Dow Jones -0,96 % 52.361,58 Pkt 21:43:41 S&P 500 +0,17 % 7.676,77 Pkt 21:43:43 Nasdaq +0,62 % 26.169,38 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,69 % 63.240,46 Pkt 05:49:25 Gold -0,33 % 4.025,10 USD 05:54:18 Silber -0,96 % 53,59 USD 05:53:11 Brent -5,28 % 109,70 USD 05:51:49 WTI -1,01 % 100,73 USD 05:53:58 Bitcoin -0,37 % 79.712,12 USD 06:04:17 EUR/USD -0,41 % 1,11720 USD 06:03:46 EUR/GBP -0,13 % 0,83740 GBP 06:04:27 EUR/CHF +0,03 % 0,92440 CHF 06:04:28 EUR/JPY +0,04 % 175,993 JPY 06:04:28

Neue Studie: Krebs bei unter 50-Jährigen nimmt deutlich zu

Gesundheit

Eine neue Studie des World Cancer Research Fund (WCRF) weist auf einen deutlichen Anstieg von Krebsdiagnosen bei Menschen unter 50 Jahren hin. Analysiert wurden Daten aus England, den USA und den Niederlanden. Zwar nehmen die Krebsraten weltweit in allen Altersgruppen zu, bei jüngeren Menschen fällt der Anstieg laut Studie jedoch besonders stark aus.

Die Zahl der Prostatakrebsdiagnosen bei unter 50-Jährigen hat sich seit 2001 nahezu vervierfacht. Auch die Diagnosen von Darm-, Nieren- und Gebärmutterkrebs haben sich in dieser Altersgruppe mehr als verdoppelt.

In England haben sich die Diagnoseraten bestimmter Krebsarten seit 2001 deutlich erhöht:

Auch bei früh auftretendem Bauchspeicheldrüsen- und Leberkrebs wurden steigende Raten beobachtet.

Auch in den USA nahmen die Diagnosen bei unter 50-Jährigen zu:

In den Niederlanden stellten die Forschenden bei jüngeren Menschen ebenfalls signifikante Zunahmen bei Darm-, Nieren-, Leber- und Gebärmutterhalskrebs fest.

Als mögliche Gründe nennt der WCRF beeinflussbare Risikofaktoren wie Übergewicht, unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel, Alkohol- und Tabakkonsum sowie Umweltbelastungen, etwa durch Schadstoffe, Chemikalien, Kunststoffe sowie Wasser- und Luftverschmutzung. Schätzungsweise 40 Prozent aller Krebserkrankungen stehen mit solchen Faktoren in Zusammenhang. Gleichzeitig könne ein stärkeres Bewusstsein für Symptome dazu beitragen, dass Krebs häufiger und früher erkannt werde.

Krebs bei Menschen unter 50 Jahren bleibt insgesamt selten: Das mediane Diagnosealter liegt weiterhin über 60 Jahren. Dennoch sei der Trend besorgniserregend, betonen die Autorinnen und Autoren der Studie.

Mark Lawler, Professor für translationale Krebsgenomik an der Queen’s University Belfast, bezeichnete die Entwicklung als «tickende Zeitbombe», die rasch entschärft werden müsse. Andernfalls würden die Zahlen voraussichtlich weiter steigen.

Eine gegenläufige Entwicklung zeigt sich bei Lungenkrebs: In allen drei Ländern gingen die Raten bei unter 50-Jährigen zurück. Dies dürfte den anhaltenden Rückgang des Rauchens widerspiegeln.

Dr. Giota Mitrou, Forschungs- und Grundsatzleiterin beim WCRF, betonte: Hinter jeder Zahl stehe ein Mensch, der deutlich früher als erwartet mit einer Krebserkrankung konfrontiert werde. Auch wenn Krebs weiterhin vor allem ältere Erwachsene betrifft, müssten die veränderten Muster bei jüngeren Generationen stärker in Forschung und Prävention berücksichtigt werden.

← Zurück zu News

Bereit für Ihre kostenlose E-Mail?

512 MB Speicher, modernes Webmail und ein News-Portal — kostenlos starten.

Jetzt kostenlos registrieren