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Neue Umfrage zur Berlin-Wahl 2026: Linke legen zu - CDU und AfD gleichauf

Nation

Exklusive Umfrage für Berlin

Linke führt mit 22 Prozent – CDU und AfD gleichauf

Von Mauritius Kloft

22.08.2026 - 04:00 UhrLesedauer: 3 Min.

In Berlin wird am 20. September ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Eine aktuelle Forsa-Umfrage für t-online zeigt, wer derzeit vorn liegt.

Knapp vier Wochen vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus am 20. September liegt die Linkspartei einer exklusiven Umfrage zufolge mit Abstand vorn, gefolgt von CDU und AfD. Laut der repräsentativen Befragung des Instituts Forsa im Auftrag von t-online kommt die Linke mit ihrer Spitzenkandidatin Elif Eralp auf 22 Prozent.

Die aktuell regierende CDU mit ihrem Spitzenkandidaten Stefan Evers teilt sich in der neuen Umfrage den zweiten Platz mit der AfD, die von Kristin Brinker in die Wahl geführt wird. Beide Parteien kommen auf 18 Prozent.

Dahinter folgen die Grünen von Bürgermeisterkandidat Werner Graf mit 16 Prozent. Die derzeit mitregierende SPD mit Spitzenkandidat Steffen Krach rangiert bei der Forsa-Umfrage abgeschlagen auf dem fünften Platz – mit 12 Prozent. BSW und FDP kommen mit 4 und 3 Prozent nicht ins Berliner Landesparlament. Sonstige Parteien können 7 Prozent auf sich vereinen.

Vorherige Umfragen zur Berlin-Wahl deuten enges Rennen an

Bei den letzten Wahlumfragen zur Berlin-Wahl 2026 unterschiedlicher Institute wechselten sich CDU, Linke und AfD an der Spitze ab – allerdings war der Abstand bei den Umfragen zu den zweitplatzierten Parteien im Regelfall geringer.

Da in der Umfrage 14 Prozent der Wählerstimmen wegfallen und die jeweiligen Parteien aufgrund der Fünfprozenthürde nicht ins Parlament einziehen, ist eine absolute Mehrheit rechnerisch bei rund 44 Prozent möglich. Auf diese Mehrheit käme ein Zweierbündnis jedoch nicht. Eine rot-grün-rote Koalition von Linken, Grünen und SPD erreichte mit 50 Prozent die absolute Mehrheit. Eine schwarz-grün-rote Koalition, angeführt von der CDU, käme auf 46 Prozent der Wählerstimmen. Rein rechnerisch würde es dafür auch reichen.

Eine Koalition aus Linkspartei, Grünen und SPD ist laut der Forsa-Umfrage auch das beliebteste Regierungsbündnis. Es kommt in der Befragung auf 37 Prozent. 19 Prozent wünschen sich eine Koalition zwischen CDU und AfD – die jedoch weder eine Mehrheit hätte noch politisch wahrscheinlich ist. Immerhin haben die Christdemokraten eine Koalition mit der rechtspopulistischen, in Teilen rechtsextremen AfD ausgeschlossen.

Eine Fortsetzung des aktuellen Regierungsbündnisses in Berlin zwischen CDU und SPD wünschen sich nur 13 Prozent, eine Koalition zwischen CDU, SPD und Grünen noch weniger – 9 Prozent.

Regierende Koalition mit schwerem Stand in der Forsa-Umfrage

In Berlin regiert derzeit eine Koalition aus CDU und SPD unter dem Regierenden Bürgermeister Kai Wegner (CDU), diese kommt laut der Forsa-Umfrage nur noch auf 30 Prozent der Wählerstimmen.

Wegner zog sich vor einem Monat nach Kritik an seiner Krisenkommunikation infolge eines tagelangen großen Stromausfalls aber als Spitzenkandidat zurück, für die CDU geht Finanz- und Kultursenator Evers als Bürgermeisterkandidat ins Rennen. In Berlin wird zeitgleich mit Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Bereits zwei Wochen zuvor wird am 6. September in Sachsen-Anhalt der Landtag neu bestimmt.

Für die Umfrage zur Wahlabsicht wurden vom Institut Forsa für t-online 1.535 Personen im Zeitraum vom 4. bis 18. August befragt. Die Daten sind bei einer Fehlertoleranz von +/- 3 Prozentpunkten repräsentativ.

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.

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