Neue Unterkünfte für Obdachlose gefunden: Frankfurt kündigt Ende von Zeltlager an
In Frankfurt sind laut Stadt etwa 200 bis 300 Menschen obdachlos. Ein großer Teil davon übernachtet derzeit in einer lediglich provisorischen Zeltunterkunft in der Bockenheimer Anlage. Damit soll bald Schluss sein. Den dort untergebrachten Menschen sollen Schlafmöglichkeiten in vier festen Unterkünften zur Verfügung gestellt werden, teilte das zuständige Sozialdezernat mit. "Die Gespräche mit den Trägern der Einrichtungen sind bereits kurz vor dem Abschluss", hieß es. Welche Einrichtungen es genau sind, ist noch unklar. Es sei aber anberaumt, die Zelte in den kommenden Wochen wieder zurückzubauen. "Sobald die ersten Betten zur Verfügung stehen, werden die Zelte in der Bockenheimer Anlage nach und nach abgebaut. Geplant ist ein Rückbau ab August", hieß es. Das Zeltlager für rund 120 Personen war erst Ende Juni kurzfristig errichtet worden, nachdem die seit 2018 bestehende Notunterkunft in der U-Bahn-Station "Eschenheimer Tor" überraschend aufgrund unzureichenden Brandschutzes geschlossen werden musste. Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF), die Eigentümerin der Immobilie, kündigte den Mietvertrag, weil eine Brandschutzprüfung ergeben habe, dass die Räume unzulässig schnell verrauchen würden. Das Objekt musste so bald wie möglich geräumt werden. Stattdessen wurden die Menschen durch den Frankfurter Verein für soziale Heimstätten im Zeltlager mit Feldbetten in der benachbarten Grünanlage untergebracht. Damit sei ein gesicherter Schlafplatz gewährleistet worden, erklärte das Dezernat. Die Zeltunterkunft in der Bockenheimer Anlage war aber von Anfang an als Übergangslösung geplant gewesen.