Neue Unterlagen enthüllen brisante FBI-Ermittlung gegen Trump
Startseite Politik Neue Unterlagen enthüllen brisante FBI-Ermittlung gegen Trump Von: Lukas Richter Uns auf Google folgen Geheime FBI-Akten zeigen, dass Trump 2017 als möglicher Russland-Agent geprüft wurde. Washington – Neu freigegebene FBI-Unterlagen zeigen, dass Ermittler während Donald Trumps erster Amtszeit prüften, ob der US-Präsident im Interesse Putins gehandelt haben könnte. Die Untersuchung trug den internen Namen „Oxferd Comma“ und wurde nach Comeys Entlassung im Mai 2017 eröffnet. Content-Partnerschaft Dieser Artikel entstand in Kooperation mit newsinfive.de. Das Weiße Haus veröffentlichte die freigegebenen Informationen am Mittwoch (5. August). Der Fall war Teil einer größeren FBI-Ermittlung zu möglichen Verbindungen zwischen Trumps Wahlkampfteam von 2016 und Russland. Auslöser für die Untersuchung war Trumps Entscheidung, den damaligen FBI-Chef James Comey nur wenige Monate nach Beginn seiner ersten Amtszeit zu entlassen, wie der US-Sender CBS News meldet. FBI stufte Untersuchung als vertraulich ein Die Untersuchung erhielt eine besondere Vertraulichkeitskennzeichnung, die den Zugriff anderer FBI-Ermittler einschränkte. Die Ermittler hätten darin den zurückhaltendsten Weg gesehen, einem möglichen Risiko für die nationale Sicherheit nachzugehen. FBI-Beamte untersuchten demnach auch die Möglichkeit, Trump habe Comey auf Wunsch russischer Vertreter entlassen. Zugleich habe ein großer Teil des damals vorhandenen Materials diese Annahme bereits entkräftet, schrieb der Journalist und Regierungsmitarbeiter John Solomon laut der britischen Zeitung Daily Mail. „Fast alles im Besitz des FBI hatte zu diesem Zeitpunkt widerlegt oder ausgeschlossen, dass Trump oder sein Wahlkampfteam mit Russland zusammenarbeiteten“, schrieb Solomon demnach. Die Untersuchung sei später in die Arbeit von Sonderermittler Robert Mueller eingeflossen und schließlich ohne belastbares Ergebnis beendet worden. Comeys Rauswurf löste Mueller-Ermittlung aus Trump hatte Comey im Mai 2017 gefeuert. Das Weiße Haus verwies zunächst auf Comeys Umgang mit der Untersuchung zu Hillary Clintons E-Mails. Muellers späterer Bericht kam laut CBS News jedoch zu dem Schluss, Trump sei auch darüber verärgert gewesen, dass Comey nicht öffentlich erklären wollte, der Präsident werde persönlich nicht wegen möglicher Russland-Verbindungen untersucht. Nach Comeys Entlassung setzte der damalige stellvertretende Justizminister Rod Rosenstein Robert Mueller als Sonderermittler ein. Mueller sollte die russische Einflussnahme auf die US-Wahl 2016 und mögliche Kontakte zum Trump-Team prüfen. Mueller fand am Ende keine Belege dafür, dass Mitglieder von Trumps Wahlkampfteam mit Russland „konspiriert oder koordiniert“ hätten. Sein Bericht dokumentierte jedoch Kontakte zwischen Trumps Umfeld und Personen mit Verbindungen zur russischen Regierung. Trump und Comey attackieren sich seit Jahren Trump bezeichnet die Russland-Ermittlungen seit Jahren als politisch motivierte „Hexenjagd“. Comey beschimpfte er mehrfach als unehrlich und korrupt. Der frühere FBI-Chef erklärte seinerseits, Trump sei charakterlich und moralisch nicht für das Präsidentenamt geeignet. Inzwischen stehen weitere Verfahren zwischen beiden Seiten. Comey wurde in diesem Jahr wegen eines Beitrags mit der Zahlenfolge „86 47“ angeklagt, den die Ermittler als mögliche Drohung gegen Trump werteten, berichtet CBS News.