Neue Zölle gegen Dutzende Länder geplant
Startseite Wirtschaft Trump legt nach: US-Regierung plant wohl neue Zölle gegen Dutzende Länder Von: Nils Thomas Hinsberger Uns auf Google folgen Laut einem Bericht der Financial Times bereitet US-Präsident Donald Trump neue Importabgaben gegen Dutzende Staaten vor – und das kurz bevor bestehende Regelungen auslaufen. Washington, DC – Hintergrund der neuen Zolldrohungen soll das bevorstehende Ende der derzeit gültigen Einfuhrabgaben sein. Die Zölle in Höhe von zehn Prozent laufen am Freitag (24. Juli) aus. Die Financial Times berichtete zuerst über die neuen Pläne der US-Regierung. Trumps Handelskrieg: Neue Zölle als Reaktion auf Supreme-Court-Urteil Das oberste US-Gericht hatte im Februar den Großteil von Trumps Zollmaßnahmen für rechtswidrig befunden. Daraufhin wich der Maga-Politiker auf eine zeitlich befristete Lösung aus. Laut Financial Times sollen die neuen Zölle wieder 10 Prozent betragen. Allerdings untersuche die US-Regierung, ob ein höherer Zollsatz durchsetzbar sei. Zwischen den USA und der EU gilt seit dem 1. Juli eine Vereinbarung, wonach die Vereinigten Staaten maximal 15 Prozent Zölle auf Waren aus der EU erheben dürfen. Der für die EU geltende Satz liegt damit zwar über dem globalen Richtwert von 10 Prozent. Doch Brüssel hat sich mit dieser Vereinbarung für eventuelle Zollanhebungen abgesichert. Trump hatte im Juli ursprünglich rund 30 Prozent auf EU-Importe angepeilt. Würde die US-Regierung gegen dieses Abkommen verstoßen, sind Gegenzölle auf US-Waren vorgesehen. Gleichzeitig: Trumps harte neue Zölle gegen Kanada Zeitgleich verschärft Washington den Handelsstreit mit dem Nachbarland Kanada. Am Montag (20. Juli) hat Trump Zölle in Höhe von 50 Prozent angekündigt, die in 30 Tagen in Kraft treten sollen. Pikant dabei: Zuvor hatte Trump bereits mit Strafzöllen gedroht, weil verheerende Waldbrände in der kanadischen Provinz Ontario die Luftqualität in den USA beeinträchtigt hätten. Als offiziellen Grund für die 50-Prozent-Abgaben nennt Trump nun, dass Kanada Produkte aus den USA „ungleich“ behandelt habe, wie die BBC zitiert. Kanada hat bereits erklärt, zu weiteren Gesprächen über ein mögliches Abkommen im Handelsstreit bereit zu sein. (Quellen: Financial Times, BBC) (nhi)