Neuer Höchststand: Immer mehr Kriegsdienstverweigerer machen ihre Entscheidung rückgängig
Die Zahl derjenigen, die ihre Kriegsdienstverweigerung in Deutschland widerrufen, könnte in diesem Jahr laut einem Zeitungsbericht einen neuen Höchststand erreichen. Im ersten Halbjahr 2026 seien 402 Verzichtserklärungen beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) eingegangen, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Montagsausgaben) unter Berufung auf eine Sprecherin des Bundesamtes. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr würde dies demnach einen neuen Rekord bedeuten. 2023 gingen beim Bundesamt den Angaben zufolge 536 Verzichtserklärungen ein, 2024 waren es 626, 2025 dann 781 und im ersten Halbjahr 2026 schließlich 402. Für ein Zurückziehen der Kriegsdienstverweigerung reicht demnach eine formlose Erklärung mit Unterschrift. In der Folge „gilt die antragstellende Person rechtlich nicht mehr als Kriegsdienstverweigerer und unterliegt im Falle einer Reaktivierung der Wehrpflicht beziehungsweise im Spannungs- oder Verteidigungsfall wieder der uneingeschränkten Wehrpflicht“, teilte die Sprecherin mit.