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Neuer Leistungsschalter schließt viele PCs aus

Technologie

Microsoft arbeitet weiter an der Leistung von Windows 11. In einer aktuellen Insider-Version ist nun eine neue Einstellung aufgetaucht, mit der sich sogenannte Advanced Performance Extensions (APX) nutzen lassen sollen. Die Erweiterung stammt von Intel und soll bestimmte Berechnungen effizienter machen. Für Besitzer bestehender Gaming-PCs gibt es allerdings einen Haken: Aktuelle Desktop-Prozessoren von Intel und AMD können die neue Funktion nicht nutzen.

Wie Windows Latest berichtet, wurde der Schalter in Insider-Build 29695 entdeckt, den Microsoft am 23. Oktober veröffentlicht hat. Wann die Einstellung in einer regulären Windows-Version verfügbar sein wird, ist bislang offen.

Intel APX: Mehr Leistung durch zusätzliche CPU-Register

Hinter der neuen Windows-Einstellung steckt keine klassische Leistungsoptimierung, bei der etwa die Taktraten erhöht oder Hintergrundprozesse eingeschränkt werden. Stattdessen geht es um eine Erweiterung des x86-Befehlssatzes, die Intel bereits 2023 vorgestellt hat.

APX verdoppelt die Anzahl der allgemeinen CPU-Register von 16 auf 32. In diesen besonders schnellen Speicherbereichen hält der Prozessor Werte vor, die er für Berechnungen benötigt. Stehen mehr Register zur Verfügung, müssen Programme bestimmte Daten seltener zwischen Prozessor und Arbeitsspeicher verschieben. Das kann die Ausführung beschleunigen.

Nach Angaben von Intel benötigte entsprechend kompilierter Programmcode in frühen Untersuchungen rund zehn Prozent weniger Ladeoperationen und mehr als 20 Prozent weniger Speicheroperationen. Auch die Anzahl der ausgeführten Befehle könne sinken.

Welche Prozessoren unterstützen den neuen Leistungsschalter?

Die eigentliche Einschränkung liegt bei der Hardware. APX erfordert zusätzliche Funktionen innerhalb des Prozessors und lässt sich deshalb nicht einfach über ein Windows-Update nachrüsten. Zu den bislang genannten Prozessorfamilien mit APX-Unterstützung gehören Intels kommende Nova-Lake-CPUs sowie die für Server vorgesehenen Diamond-Rapids-Prozessoren. Bei Nova Lake verweist Windows Latest auf entsprechende Einträge in der GCC-Prozessordokumentation. Für Diamond Rapids ist die Unterstützung auch in Intels Compiler-Dokumentation aufgeführt.

Damit bleibt die neue Windows-Funktion zunächst vor allem eine Vorbereitung auf kommende Hardware. Selbst mit einer geeigneten CPU dürfte der Schalter allein nicht ausreichen, um sämtliche Programme zu beschleunigen. Anwendungen müssen die zusätzlichen Befehle auch verwenden können. Laut Intel könnte dafür in vielen Fällen eine erneute Kompilierung genügen, ohne den eigentlichen Quellcode ändern zu müssen.

Was bedeutet das für Spiele und bestehende Gaming-PCs?

Für Spieler ist vor allem die Unterscheidung zwischen theoretischem Leistungsgewinn und tatsächlicher Spieleleistung spannend. Zusätzliche CPU-Register könnten rechenintensive Programmabschnitte beschleunigen, sofern die jeweilige Software dafür optimiert wurde.

Besitzer bestehender Systeme müssen allerdings nicht vollständig auf weitere Leistungsoptimierungen verzichten. Microsoft arbeitet parallel an einem sogenannten Low Latency Profile, das ohne APX-Unterstützung auskommt. Dieses soll unter anderem die Reaktionsgeschwindigkeit bestimmter Windows-Funktionen und den Start von Anwendungen verbessern.

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