Neuer Migrantenansturm auf Ceuta steht kurz bevor
Startseite Politik Marokko warnt vor neuem Migrantenansturm auf Ceuta – zu bestimmtem Datum Von: Bettina Menzel Uns auf Google folgen Marokko warnt vor neuen Massenüberquerungen nach Ceuta und Melilla. In sozialen Medien kursieren Aufrufe für den 15. August. Rabat – In den sozialen Medien kursieren Aufrufe, am 15. August erneut zu versuchen, nach Ceuta zu gelangen, wie zuletzt spanische Medien berichteten. Ein Sprecher des marokkanischen Innenministeriums erklärte am Mittwoch (12. August), dass dem Ministerium diese Beiträge in den sozialen Medien bekannt seien. Man habe „alle notwendigen Maßnahmen“ ergriffen, um weitere Masseneireisen in die spanische Exklave zu verhindern, teilte das Ministerium laut der spanischen Nachrichtenagentur Europapress mit. Weiter hieß es, diese Aufrufe würden „ein ernsthaftes Risiko für die Sicherheit der Bevölkerung darstellen und darauf abzielen, Migrationsthemen zum Zwecke der Aufstachelung auszunutzen, was gesetzlich strafbar ist“, wie das marokkanische Nachrichtenportal Hespress berichtete. Die Urheber der Beiträge in den sozialen Medien sowie deren Unterstützer können demnach rechtlich belangt werden. Es seien bereits mehrere Personen wegen Anstiftung zur illegalen Einwanderung verhaftet worden, hieß es weiter. Marokko fordert Bevölkerung auf, sich nicht von „verdächtigen“ Botschaften beeinflussen zu lassen Das Ministerium in Rabat rief in demnach auch die Bevölkerung Marokkos dazu auf, „wachsam und verantwortungsbewusst zu sein und sich nicht von solchen verdächtigen und falschen Aufrufen in die Irre führen zu lassen, die das Leben von Menschen gefährden könnten“, hieß es weiter. Eigenen Angaben zufolge hat Marokko auch Sicherheitsvorkehrungen in der spanischen Exklave Melilla verstärkt, wie AP News berichtete. Nach Angaben der EU haben sich Meta und TikTok freiwillig zu Maßnahmen verpflichtet, um Falschinformationen über den Massenandrang von Migranten in der spanischen Exklave Ceuta einzudämmen. Unter anderem solle verstärkt auf Faktenprüfung gesetzt werden, hieß es am Dienstag. Ein Meta-Sprecher erklärte, das Unternehmen beobachte „die Lage in Ceuta in Echtzeit und entfernt Inhalte, die gegen unsere Richtlinien verstoßen – einschließlich Inhalten, die Schleuserdienste anbieten, fördern oder in denen nach solchen gesucht wird“. Die Nachrichtenagentur Reuters hatte berichtet, dass am 30. Juli etwa 72.000 Menschen nach Ceuta gelangt waren. Je nach Quelle kursierten allerdings unterschiedliche Zahlen: Die spanischen Behörden sprachen von 80.000 Menschen, die marokkanische Regierung bezifferte die Zahl zunächst mit rund 40.000 Menschen. Ein Großteil kehrte bereits nach Marokko zurück. Nach derzeitigem Stand starben mindestens 142 Menschen bei dem Versuch, in die Exklave zu gelangen. (Quellen: Reuters, El País, Europapress, Hespress, AFP, AP News) (bme)