Neuer Militärhafen der Marine soll in Emden entstehen
In Emden soll ein neuer Militärhafen der Marine entstehen
Stand: 29.09.2026 18:29 Uhr
Ein neuer Militärhafen für die Marine soll nach NDR Informationen im ostfriesischen Emden entstehen. Die offizielle Verkündung wird für Montag erwartet.
Auch die Deutsche Presse-Agentur (dpa) hat am Dienstag die potenziellen Pläne vermeldet. Beispielsweise am Rysumer Nacken wäre demnach genügend Platz, um einen entsprechenden Stützpunkt zu bauen. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) wollte sich dazu am Dienstag nicht äußern - und auch die niedersächsische Staatskanzlei wollte die Informationen auf Nachfrage nicht bestätigen. Emden galt bereits in jüngster Vergangenheit als Favorit für einen weiteren Marinehafen an der Nordsee neben Wilhelmshaven.
Details sollen am Montag folgen
Das Bundesverteidigungsministerium verwies derweil auf einen Termin am 5. Oktober. Da werden Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius und Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (beide SPD) in Emden erwartet - das geht aus einer Einladung der Staatskanzlei in Hannover hervor. Dabei solle das "weitere Vorgehen hinsichtlich eines möglichen neuen Marinestützpunktes erläutert" werden. Mit vor Ort sollen auch der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Wilhelm Tobias Abry, und Emdens Erster Stadtrat Horst Jahnke (SPD) sein.
Für den neuen Marinehafen werden 40 Hektar mit Option auf weitere 10 Hektar benötigt. Der neue Marinehafen soll Liegeplätze für sieben Fregatten, zehn Minensucher und zehn Schlepper bieten. Eine vierstellige Zahl an Soldaten und zivilen Mitarbeitern soll dort voraussichtlich arbeiten.