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Neuer „München Mord“-Krimi

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München

Auf den Spuren von Freddie Mercury: Neuer „München Mord“-Krimi über die wilden 80er

Von: Tilmann P. Gangloff

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ZDF-Reihe „München Mord“ am Samstag: Der inzwischen verstorbene Schauspieler Alexander Held begibt sich auf die Spuren von Freddie Mercury.

Alle Menschen haben Träume – doch das Schicksal hat meist andere Pläne. Manche halten dennoch unbeirrt an ihren Hoffnungen fest und erschaffen eine Lebenslüge, die ihr Dasein bestimmt, mitunter bis zum Mord. Darum geht es in der gewohnt famos gespielten ZDF-Reihe „München Mord“ an diesem Samstag um 20.15 Uhr. „Die Stadt, die es nicht gibt“ ist die vorletzte Arbeit des im Mai verstorbenen Hauptdarstellers Alexander Held.

Die Handlung beginnt mit zwei zur gleichen Zeit stattfindenden Festen: Im Präsidium hat Rechtsmediziner Laicher (Michele Cuciuffo) zum Umtrunk geladen, er wird fünfzig und kredenzt im Stil der Achtzigerjahre Kir Royal und Mett-Igel. In einem Vorort wird derweil eine rauschende Motto-Party gefeiert, ebenfalls als Hommage an jenes Jahrzehnt. Schlag Mitternacht, als es Bowle gibt, fallen die Gäste wie in „Dornröschen“ in einen tiefen Schlaf. Am nächsten Tag haben alle einen Filmriss: Jemand hat K.o.-Tropfen ins Mischgetränk geschüttet. Die Gastgeberin wird jedoch nie wieder aufwachen: Ihr wurde eine Spritze mit Kaliumchlorid verabreicht.

Überraschende Wendung

Die Kommissare Angelika Flierl und Harald Neuhauser (Bernadette Heerwagen, Marcus Mittermeier) nehmen die Ermittlungen auf. Nora war eine umtriebige Frau, die ständig neue Projekte begann und damit viele Menschen vor den Kopf stieß. Erst als Flierl sich näher mit Rentnerin Thekla (Beatrice Richter) beschäftigt, nimmt der Fall eine überraschende Wendung: In Noras Nachlass entdeckt Ludwig Schaller (Held) einen Stadtplan mit Markierungen – sie führen zu den Spuren, die Freddie Mercury einst in München hinterließ.

Von 1979 bis 1985 war die bayerische Landeshauptstadt tatsächlich Lebensmittelpunkt des Queen-Sängers. Nun steht sogar die Frage im Raum, ob Mercury damals einen Sohn gezeugt hat. Die vermeintliche Vaterschaft spielt fortan eine kuriose Rolle bei den Ermittlungen.

Hat Mercury einen Sohn gezeugt?

Welche Rolle die Vaterschaft und nicht zuletzt auch Mercurys markante Schneidezähne für die Ermittlungen im Krimi spielen, ist von den Drehbuchautoren Matthias Kiefersauer und Alexander Liegl fein ausgedacht und von Regisseurin Eva Spreitzhofer kurzweilig umgesetzt. Während Schaller trocken feststellt, wer sich noch an die Achtziger erinnern könne, sei nicht dabei gewesen, wird Neuhauser spätestens durch die Begegnung mit Jugendbekanntschaft Carola aus Kolbermoor (Carin C. Tietze) von nostalgischen Erinnerungen übermannt. Er hat die Freitagabende seiner späten Teenager-Jahre regelmäßig in der Alabama-Halle verbracht, bekleidet mit Lederjacke, Boots und einer Jeans, die perfekt passte, weil er sich vorher damit in die Badewanne gelegt hat. Um herauszufinden, wie viel vom einstigen Harald noch in ihm steckt, holt er die alten Klamotten aus dem Schrank.

Witzig sind auch die kleinen Scharmützel mit der neuen Chefin. Das Trio hat Doktor Hösl (Eva Karl Faltermeier) zunächst fälschlicherweise für eine Kollegin von Laicher gehalten. Kein Wunder, dass die Kriminaloberrätin aus der Oberpfalz erheblich bezweifelt, dass Schaller und seine Getreuen dem Fall gewachsen sind. Selbstredend wird sie eines Besseren belehrt, und am Ende verhindert „Bohemian Rhapsody“, dass es zu einer Tragödie kommt.

Als Held Mercury einschenkte

An eine persönliche Anekdote mit Mercury erinnerte sich auch Alexander Held am Rande der Dreharbeiten zum Film. Wie er den Kollegen am Set erzählte, arbeitete er in den Achtzigern als Barkeeper in der Hans-Sachs-Straße. Freddie Mercury, der bei ihm Wodka orderte, konnte er zu einem hervorragenden Cognac überreden. Der Popstar war begeistert und bedankte sich mit einem beachtlichen Trinkgeld.

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