Neuerung von der Ifa: Motorola stellt sein neues Handy vor
Ifa in Berlin startet
Diese Firma baut einen riesigen Akku in ihr Handy ein
Von t-online, sha, mho
04.09.2026 - 13:32 UhrLesedauer: 4 Min.
Bis Dienstag zeigen Hersteller auf der Ifa ihre neuen Produkte. Die Veranstalter der Elektronikmesse hoffen auf zahlreiche Besucher. Hier sind die spannendsten Neuheiten.
Die Elektronikmesse Ifa in Berlin ist für Privatbesucher geöffnet. Rund 2.000 Aussteller präsentieren dieses Jahr ihre Produkte auf der Messe. Darunter technische Neuheiten, viele KI-Anwendungen und humanoide Roboter.
t-online ist für Sie vor Ort und hält Ausschau nach den spannendsten technischen Highlights, die auf und abseits der Messe vorgestellt werden. Unser Überblick:
Motorola zeigt neues Smartphone, Smartwatch und Ladegeräte
Der Handyhersteller Motorola stellt auf der Ifa sein Smartphone Motorola Edge 70 Plus vor. Das Gerät verfügt über eine 200-Megapixel-Hauptkamera – die nach Unternehmensangaben höchste Auflösung, die Motorola bislang bei einem Kamerasystem eingesetzt hat.
Dazu kommen ein 6,78 Zoll großes AMOLED-Display mit 144 Hertz, ein 45-Watt-Schnelllademodus und ein riesiger 6.500-mAh-Akku. Dieser soll laut Motorola ermöglichen, dass das Smartphone mit einer Ladung bis zu eineinhalb Tage durchhält.
Das Telefon kann ab sofort für 599 Euro vorbestellt werden. Motorola bietet auf seiner Seite jedoch nur eine Ausstattungsvariante mit 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 Gigabyte Gerätespeicher an.
Neu ist auch die Moto Watch Ultra des Herstellers. Die Smartwatch bietet LTE über eSIM und kann damit auch ohne verbundenes Smartphone Anrufe und Nachrichten verarbeiten. Das gibt es bei den Uhren anderer Hersteller wie Apple, Google und Samsung schon länger, bei Motorola erst jetzt.
Für Fitness- und Gesundheitsfunktionen der Smartwatch arbeitet Motorola mit dem finnischen Smartwatchhersteller Polar zusammen. Die Uhr läuft mit Wear OS und verfügt unter anderem über GPS, Google Pay und einen 1,5 Zoll (circa 4 Zentimeter) großen OLED-Bildschirm.
Ecovacs: Wischwalze spült sich während der Reinigung selbst
Der chinesische Hersteller Ecovacs zeigt auf der Ifa mehrere neue Saugroboter, die zugleich wischen. Kernstück ist eine 27 Zentimeter lange Wischwalze, die während der Fahrt fortlaufend mit sauberem Wasser gespült wird. So soll der Roboter aufgenommenen Schmutz nicht wieder auf dem Boden verteilen.
Die Saugleistung gibt Ecovacs je nach Modell mit 27.000 bis 40.000 Pascal (Pa) an. Die Walze fährt nach Angaben des Herstellers seitlich aus, damit die Geräte auch an Kanten und Sockelleisten wischen können. Auf Teppichen hebt sie sich automatisch an und soll die Fasern trocken halten. Mit 9,5 Zentimetern Höhe kommen die flachsten Modelle unter viele Möbel und überwinden zudem Schwellen bis zwei Zentimetern Höhe.
In der Basisstation wird die Walze gereinigt, zusätzlich spült die Station nach jedem Waschgang ihre eigene Bodenplatte. Die teuersten Geräte haben einen beheizbaren Schmutzwassertank. Das Aufheizen soll Ablagerungen und Gerüche verringern.
Die neuen Saugroboter kosten je nach Ausstattung zwischen 499 und 1.299 Euro. Die günstigeren Modelle sind ab dem 9. September im Handel, zwei weitere folgen am 24. September.
Außerdem zeigt Ecovacs einen neuen Fensterputzroboter für 599 Euro, der ebenfalls ab dem 9. September verkauft wird. Sein Wassertank fasst 120 Milliliter, damit soll er 75 Quadratmeter Glasfläche schaffen. Vier Eckbürsten sollen auch die Ränder der Scheiben erreichen. Hindernisse wie Griffe oder Schlösser umfährt er laut Hersteller automatisch.
JMGO: Beamer soll schnelle Bewegungen schärfer zeigen
Der chinesische Hersteller JMGO stellt auf der Ifa zwei neue Beamer vor. Nach Angaben des Unternehmens sind es die ersten Geräte ihrer Art, die Bilder in 4K-Auflösung mit einer Bildwiederholrate von 120 Hertz ausgeben. Bislang übliche Projektoren arbeiten mit 60 Hertz, zeigen also halb so viele Bilder pro Sekunde. Je mehr Bilder pro Sekunde, desto flüssiger wirken schnelle Bewegungen – etwa bei Videospielen, Kameraschwenks oder einem fliegenden Ball.
Das teurere der beiden Modelle, Iris Ultra Max, gibt JMGO mit einer Helligkeit von 6.500 ISO-Lumen an, das günstigere Iris Ultra mit 4.500 ISO-Lumen. Damit soll das Bild auch in helleren Räumen erkennbar bleiben. Das Kontrastverhältnis, also der Abstand zwischen dem hellsten und dem dunkelsten Bildpunkt, beziffert der Hersteller auf 10.000:1 beziehungsweise 7.000:1.
Der Ultra Max steht zudem auf einem beweglichen Fuß, der sich um 360 Grad drehen und um 150 Grad neigen lässt. Das Bild richtet der Beamer nach Herstellerangaben selbstständig auf die Leinwand aus und merkt sich die Einstellungen für verschiedene Wände. Der Ultra Max soll 3.499 Euro kosten, der Ultra 2.499 Euro, zum Verkaufsstart aber bereits reduziert angeboten werden.
Nuvell: Küchenmaschine soll Tofu selbst herstellen
Das Start-up Nuvell zeigt auf der Ifa ein Küchengerät, das aus Sojabohnen Tofu herstellt. Nach eigenen Angaben ist das Home Plant Protein System die weltweit erste vollautomatische Tofu-Maschine für den Haushalt. Mit demselben Gerät lässt sich auch Pflanzenmilch zubereiten, etwa aus Hafer oder Mandeln.
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Nutzer füllen die Zutaten ein und wählen aus, was herauskommen soll: Bei der Pflanzenmilch lassen sich Menge, Konzentration und Feinheit einstellen, beim Tofu die Festigkeit. Anschließend mahlt, erhitzt und filtert die Maschine die Zutaten. Für Tofu kommen das Gerinnen, Entwässern und Pressen hinzu. Temperatur, Zeit und Druck steuert das Gerät laut Hersteller selbst.
Pro Durchgang schafft die Maschine nach Angaben von Nuvell bis zu 1,2 Liter Pflanzenmilch in 15 bis 25 Minuten. Ein Tofu-Durchgang dauert 30 bis 60 Minuten und liefert 150 bis 200 Gramm. Die Werte sind vorläufig: Sie hängen von Zutaten und Einstellungen ab und stehen unter dem Vorbehalt der Serienproduktion.
Die Leitungen im Inneren reinigt das Gerät über Spülprogramme, eines davon mit hoher Temperatur und Entkalkung. Abnehmbare Teile lassen sich einzeln säubern. Wann die Maschine auf den Markt kommt und was sie kosten soll, teilte Nuvell nicht mit.