Neues Doom in Entwicklung: id Software trotz Entlassungen aktiv
id Software entwickelt trotz der massiven Entlassungswelle bei Microsoft bereits einen neuen Teil der Doom-Reihe, der sich aktuell in der frühen Konzeptionsphase befindet. Branchen-Insider Tom Warren bestätigte das Projekt, während das Studio gleichzeitig den Verlust von 136 Mitarbeitern – rund der Hälfte der bisherigen Belegschaft – verkraften muss. Das Frankfurter Büro verlor sechs von zwölf Angestellten. Konsolidierung nach dem Kahlschlag Die Entlassungen trafen id Software exakt zum Release des aktuellen DLCs Revelations für „Doom: The Dark Ages“. 96 Angestellte am Hauptstandort Richardson, Texas, sowie 40 Remote-Kräfte wurden freigestellt. Betroffen sind vor allem die Bereiche Qualitätssicherung und das Engineering-Team. Das Studio wies Befürchtungen zurück, zu einem reinen Support-Studio degradiert zu werden. Die verbleibende Belegschaft besitze die identische Personalstärke wie während der Entwicklung von Doom (2016). Das ist ein realistischer Vergleich. Großprojekte im Jahr 2026 erfordern jedoch deutlich mehr Ressourcen als vor zehn Jahren. Erhalt der id Tech-Engine Kritiker befürchteten das Ende der hauseigenen Engine-Entwicklung und einen erzwungenen Wechsel auf die Unreal Engine 5. Microsoft dementierte diese Berichte. Nach offiziellen Angaben arbeiten weiterhin Dutzende Ingenieure an verschiedenen Standorten an der hauseigenen id Tech. Die verbliebenen sechs Mitarbeiter in Frankfurt stellen nun den Kern des verbleibenden Engine-Teams dar. Die Praxis zeigt ein klares Muster im modernen Tech-Management. Große Publisher entlassen spezialisierte Entwickler nach der Fertigstellung eines Projekts, um Fixkosten während der frühen Konzeptphase des Nachfolgers zu minimieren. Sobald die Produktion des neuen Doom-Spiels anläuft, wird das Studio wieder temporär hochskaliert. Das neue Doom-Projekt existiert bisher nur auf dem Papier. Die Umstrukturierung zeigt, dass Microsoft die Marke Doom trotz des Stellenabbaus als strategische Priorität einstuft. Der Erhalt der id Tech-Engine sichert zudem den technischen Kern, der für die Shooter der Texaner typisch ist. Eine Veröffentlichung ist vor 2029 unrealistisch.