Neues Formel-1-Safety-Car von Mercedes debütiert in Ungarn
(Motorsport-Total.com) - Mercedes-AMG stellt ab dem Großen Preis von Ungarn 2026 ein neues Safety-Car für die Formel 1. Der Mercedes-AMG GT 63 PRO 4MATIC+ löst den seit 2022 genutzten Mercedes-AMG GT Black Series ab, der nach 51 Einsätzen - zuletzt beim GP von Belgien 2026 - außer Dienst gestellt wird. Mit dem Modellwechsel stellt der Hersteller aus Affalterbach im 30. Jahr in Folge das Sicherheitsfahrzeug für die Rennserie. Erstmalig kommt dabei ein Fahrzeug mit Allradantrieb als Safety-Car zum Einsatz. Der vollvariable Allradantrieb soll in Kombination mit dem 4,0-Liter-V8-Biturbomotor, der 612 PS (450 kW) leistet und ein Drehmoment von 850 Nm entwickelt, bei allen Streckenbedingungen für die nötige Traktion sorgen. Eine Besonderheit des Autos ist die Integration der Signalanlage in den Heckflügel, die hohe Sichtbarkeit mit aerodynamischer Effizienz verbindet. Zusätzliche LED-Signalleuchten in der Frontpartie sowie in den Front- und Heckleuchten erhöhen die Wahrnehmbarkeit im Rennbetrieb. Die grünen und orangefarbenen Leuchtmodule signalisieren unterschiedliche Anweisungen und unterstützen so die Kommunikation mit dem Fahrerfeld. Während die orangefarbenen Signale ein Überholverbot anzeigen, geben die grünen Leuchten das Safety-Car zum Überholen frei. Ergänzt wird das System durch zusätzliche Blinkfunktionen an Scheinwerfern und Rückleuchten sowie eine in den Heckflügel integrierte Kameratechnik. Alle Leuchtmodule sind dimmbar und können an unterschiedliche Lichtverhältnisse angepasst werden. Die bereits auf Hochleistung ausgelegte Aerodynamik wurde für den Einsatz als Safety-Car weiterentwickelt. Ein neuer Frontsplitter, ein modifizierter Heckflügel mit aktivem Flap sowie aerodynamische Leitelemente an der Fahrzeugfront - sogenannte Dive Planes -, die durch gezielte Luftumlenkung zusätzlichen Abtrieb an der Vorderachse erzeugen, verbessern die Stabilität insbesondere in schnellen Kurven und bei hohen Geschwindigkeiten. Im Innenraum ist das Fahrzeug nach den Vorgaben des Automobil-Weltverbands FIA ausgerüstet. Dazu gehören Rennschalensitze mit Sechspunktgurten, ein Überrollbügel sowie ein spezielles Bordnetz-Management für Funk, GPS und Kameratechnik. Die Steuerung der Systeme erfolgt über zwei zentrale Tablets in der Mittelkonsole, die gegenüber den Vorgängermodellen vergrößert wurden. Der Sportwagen wird mit einem Kraftstoff betrieben, der zu 40 Prozent aus nachhaltigen Komponenten besteht, und rollt auf Pirelli-PZero-R-Reifen. Beim Rennen in Budapest stehen zwei baugleiche Exemplare im Jubiläumsdesign bereit, die von Bernd Mayländer gefahren werden. "Der Mercedes-AMG GT 63 PRO 4MATIC+ als offizielles Safety-Car der Formel 1 kombiniert höchste Sicherheit mit beeindruckender Sportlichkeit und Fahrspaß", sagt Mayländer. "Die agilen und direkten Reaktionen auf Fahrbefehle sind absolut auf den Punkt gebracht." "Es ist das erste Safety-Car mit Allradantrieb. Dadurch ergibt sich eine optimale Traktion, was sich vor allem im Zusammenspiel mit allen anderen technischen Aspekten bemerkbar macht. Seine Stärken spielt er vor allem im Kurvenbereich und beim Beschleunigen aus. Es ist ein außergewöhnliches Straßenfahrzeug. Jetzt freue ich mich darauf, das neue Safety-Car in Ungarn erstmals unter Realbedingungen zu fahren." Technische Daten des Safety-Cars