Neues Medikament zeigt vielversprechende…
Mailand, 19. August – Eine aktuelle Studie deutet darauf hin, dass Montelukast, besser bekannt als Singulair, ein Medikament, das üblicherweise zur Behandlung von Asthma eingesetzt wird, auch gegen Krebs wirksam sein könnte. Die Forschung arbeitet kontinuierlich an neuen Lösungen zur Bekämpfung von Krebs und zur Verbesserung der Lebensqualität von Patienten. Forschungsergebnisse zu Montelukast Ein Forscherteam unter der Leitung von Bin Zhang von der Northwestern University hat seine Ergebnisse in der Fachzeitschrift Nature Cancer veröffentlicht. Die Studie konzentrierte sich auf Montelukast und seine potenziellen Auswirkungen auf verschiedene Krebsarten. Die Forscher untersuchten, wie Tumore weiße Blutkörperchen umprogrammieren, um die Immuntherapie zu umgehen. Dabei wurden sowohl Mausmodelle als auch menschliches Gewebe verwendet. Ein besonderer Fokus lag auf Krebsarten, die eine hohe Resistenz gegen Immuntherapien aufweisen, wie beispielsweise der triple-negative Brustkrebs. Die Studie zeigte, dass die Molekül CysLTR1, das eine Rolle bei Asthma und Entzündungen spielt, durch Medikamente wie Montelukast blockiert werden kann. Viele Tumore nutzen dieses Gen, um der Therapie zu entgehen und das Immunsystem zu täuschen, indem sie die Bildung von Neutrophilen fördern, die das Tumorwachstum unterstützen. Durch die Blockierung von CysLTR1 mit Medikamenten wie Singulair konnte das Immunsystem wieder aktiviert werden, um das Wachstum von Neoplasien zu stoppen. Dieser Ansatz zielt nicht auf die Entfernung schädlicher weißer Blutkörperchen ab, sondern auf deren Umprogrammierung, um sie dazu zu bringen, den Krebs zu bekämpfen. In Tierversuchen führte dies zu einer verbesserten Überlebensrate. Die Forscher nutzten umfangreiche Patientendaten, Tumorgewebeproben, menschliche Immunzellen und Mausmodelle für ihre Analysen. Sie hoffen, bald mit klinischen Studien beginnen zu können, da Montelukast bereits zugelassen ist und die Daten zeigen, dass eine erhöhte Aktivität von CysLTR1 mit einer geringeren Überlebensrate und einer schlechten Reaktion auf Immuntherapien verbunden ist.