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New York verbannt Pferdekutschen aus dem Central Park

Welt

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New York – Aus und vorbei: Die berühmten Pferdekutschen im Central Park verschwinden. Der Stadtrat der US-Metropole stimmte am Donnerstag für ein Verbot der beliebten Touristenattraktion. Wenn Bürgermeister Zohran Mamdani (35) das Gesetz unterschreibt, ist im Juni 2028 Schluss mit der alten Tradition. Auch in Deutschland wird ein Verbot von Kutschfahrten diskutiert.

Die rund 150 Kutschfahrer bekommen eine Übergangsfrist, um einen neuen Job zu finden. Das kündigte die Stadtratsvorsitzende Julie Menin (59) an. Doch die zuständige Gewerkschaft will sich das nicht gefallen lassen – und vor Gericht ziehen.

Central Park: Streit seit fast 20 Jahren

Die Kutschfahrten gibt es fast so lange wie den Central Park selbst: 1858 begannen die Bauarbeiten, vollständig fertiggestellt und offiziell eröffnet wurde er im Jahr 1873. Der heftige Streit um die Touristenattraktion tobt seit fast 20 Jahren. Die Gegner kritisieren, dass die Pferde überarbeitet und schlecht untergebracht seien, und dass sie leicht in Panik gerieten. Die Befürworter verweisen auf die New Yorker Tradition und die Arbeitsplätze. Als im Juni ein Tourist (18) aus Indien von einem ausgebrochenen Pferd getötet wurde, lieferte das den Gegnern neue Argumente. Zudem hatte es bereits mehrere Vorfälle gegeben, bei denen Pferde zu Tode kamen.

Auch Deutschland diskutiert Verbot von Pferdekutschen

In Deutschland sind Pferdekutschfahrten grundsätzlich erlaubt, auch auf öffentlichen Straßen. Jedoch gibt es auch bei uns eine Verbotsdebatte, besonders bei touristischen Kutschfahrten in Großstädten. In Berlin wird schon länger über ein Verbot von Pferdekutschen diskutiert, umgesetzt wurde es bislang nicht. Auch u.a. in Brandenburg und Sachsen wurden nach schweren Unfällen Forderungen nach einem Verbot laut. So kam es Ende Oktober 2025 zu einem schweren Kutschenunfall bei Sayda (Erzgebirgskreis, Sachsen): Dort kollidierte eine Pferdekutsche mit einem Auto. Sechs Menschen wurden verletzt, einige davon schwer. Ein Pferd erlitt so schwere Verletzungen, dass es noch vor Ort getötet werden musste.

Der Deutsche Tierschutzbund fordert, dass Städte, Veranstalter und Festkomitees bei Karnevalsumzügen künftig vollständig auf Pferde verzichten. Als Gründe nennt der Verband Stress durch Lärm, Menschenmengen und wechselnde Reize sowie die Gefahr, dass Pferde scheuen oder durchgehen.

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