DAX +1,62 % 25.590,77 Pkt 18:00:00 MDAX +2,07 % 30.495,47 Pkt 18:00:00 Euro Stoxx 50 +0,79 % 6.164,69 Pkt 18:00:00 Dow Jones +0,31 % 52.377,60 Pkt 21:00:00 S&P 500 +1,30 % 7.722,60 Pkt 21:00:00 Nasdaq +2,01 % 26.477,81 Pkt 22:15:59 Nikkei +1,26 % 64.067,10 Pkt 03:35:03 Gold +0,57 % 4.061,60 USD 04:08:18 Silber +0,12 % 54,18 USD 04:08:29 Brent -4,35 % 110,77 USD 04:07:44 WTI -0,62 % 101,13 USD 04:08:26 Bitcoin +0,05 % 80.842,84 USD 04:18:27 EUR/USD -0,42 % 1,11270 USD 04:17:45 EUR/GBP -0,13 % 0,83620 GBP 04:18:28 EUR/CHF -0,21 % 0,92290 CHF 04:18:30 EUR/JPY -0,19 % 175,674 JPY 04:18:30

News: Ukrainegespräche, US

Welt

Heute reist US-Unterhändler Steve Witkoff für Gespräche mit der russischen Führung nach Sankt Petersburg. Gestern hatte er sich bereits in Oslo mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und europäischen Spitzenpolitikern getroffen. Es soll unter anderem um Sicherheitsgarantien gegangen sein. In Russland werde Witkoff nun die gemeinsam erarbeiteten Vorschläge vorlegen, so Norwegens Regierungschef Jonas Gahr Støre (mehr dazu hier).

Die Ukraine hat derzeit allerdings wenig Grund zum Optimismus. Das Land ist in einer verzweifelten Lage. Zwar teilen die USA wieder Geheimdienstinformationen über russische Angriffe mit der Ukraine. Doch Selenskyj wirft der Trump-Regierung vor, die Lieferungen von Abfangraketen zu verzögern – ausgerechnet jetzt, da Russland seine Angriffe auf ukrainische Kraftwerke verstärkt.

Die Führung in Kyjiw klagt außerdem über eine Drosselung des US-Satellitendienstes Starlink, der etwa für ukrainische Drohnenschläge auf die Nachschublinien der Russen entscheidend ist (mehr hier). Und dann sind da noch Trumps Dieselabkommen mit dem Kreml und seine harten Ansagen in Richtung Kyjiw.

Mein Kollege Simon Book, SPIEGEL-Wirtschaftskorrespondent in den USA, hat sich auf die Suche nach den Wurzeln des Problems gemacht. »Trumps Strafzölle, sein Irankrieg und seine Abschiebepolitik fordern ihren Tribut«, schreibt er. Besonders leiden die Landwirte, eine Kernklientel der Republikaner (mehr dazu hier).

Dass die Bezahlbarkeitskrise Trumps Partei bei den Midterms politisch das Genick bricht, ist trotzdem nicht ausgemacht. Denn so mancher enttäuschte Trump-Wähler hält die Demokraten für das noch größere Übel.

Wie gefährlich wird das große Datenleck für die AfD? Gut 420.000 E-Mails der Partei sind von Hackern erbeutet und ins Netz gestellt worden. Seitdem haben mehrere Medienhäuser, auch der SPIEGEL, die Daten gesichert.

Die Partei selbst scheint beunruhigt. »Obwohl nur wenige Mail-Postfächer widerrechtlich kopiert wurden, sind große Datenmengen abgeflossen«, heißt es aus der AfD. Die Sicherheitsbehörden seien eingeschaltet. »Das Leak kann der Partei schaden«, sagt meine Kollegin Ann-Katrin Müller, die gemeinsam mit SPIEGEL-Kollegen mit der Auswertung der Daten beschäftigt ist.

Darunter sind persönliche Informationen von Mitgliedern und Bundestagsabgeordneten. Besonders heikel könnten Schriftwechsel zu Parteiausschlussverfahren und Ordnungsmaßnahmen sein. Ein Teil der Daten betrifft auch Parteichefin Alice Weidel selbst, es geht etwa um Spenden an sie.

»Die Auswertung wird Zeit brauchen«, sagt Ann-Katrin. Aber lohnen dürfte es sich.

Mehr Hintergründe hier: AfD bestätigt Hackerangriff auf E-Mail-Konten

…sind alle, die noch Briefe schreiben. Sie halten eine schöne Kulturtechnik am Leben. Doch die Post macht daraus eine zunehmend kostspielige Leidenschaft.

2027 soll das Porto für einen Standardbrief auf 1,15 Euro steigen – das sind 20 Cent mehr als bislang. Den heftigen Sprung erklärt die Post damit, dass die Briefmengen seit Jahren sinken, während Personal- und Sachkosten steigen.

Und es stimmt ja: Aus dem Urlaub an der Ostsee oder auf Mallorca verschicken die meisten lieber Selfies per Smartphone und keine Postkarte mehr. Gleiches gilt für Weihnachtsgrüße. Vielleicht sollte man sich gegen den Trend stemmen und mal wieder ein paar handgeschriebene Zeilen per Brief versenden.

Mehr Hintergründe hier: Briefporto soll um rund 20 Cent steigen

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