News: Zukunft von Friedrich Merz, Unionsfraktionschef Thorsten Frei, Hitze, Waldbrände
Ein Team aus unserem Wissenschaftsressort ist der Frage nachgegangen, was gegen die Hitze in europäischen Großstädten hilft, in denen es ja oftmals zu wenig Grün gibt. Einfach mehr Bäume pflanzen reicht aber nicht, sagen Experten. Ein Forscher hat nun ausgewertet, was Europas Städte bislang erreicht haben. In dem Artikel mit Grafiken und Daten können Sie selbst erkunden, welche Viertel etwa in Berlin, Hamburg, München oder Köln schon relativ gut dastehen und welche von zusätzlichem Grün profitieren würden. Die ganze Geschichte hier: So gut schützen Bäume die größten deutschen Städte vor Hitze Der Kanzler meint: Nicht ungewöhnlich, so ein Umbau, haben andere vor ihm auch gemacht. Ja, kann man so sehen. Allerdings: Eine ähnlich große Operation liegt schon knapp 70 Jahre zurück. Im Oktober 1956 legte Konrad Adenauer Hand an, ein paar Minister flogen raus, ein Mann namens Franz Josef Strauß wurde zum Verteidigungsminister befördert. Und um den Vizekanzlerposten gab’s Streit: Der Außenminister Heinrich von Brentano wollte es gern werden, wurde es aber nicht und Adenauer sagte: »Jetzt ist der Brentano noch wild wie ein Stier.« Adenauer hat danach weitere sieben Jahre regiert. Ich wette mit Ihnen, das wird bei Friedrich Merz nicht der Fall sein. Es gibt einen großen Unterschied zwischen Merz und seinen Vorgängern: Sie alle hatten irgendwann mit dem Verlust von Autorität zu kämpfen, die einen mehr, die anderen weniger. Aber keine und keinen von ihnen traf das so früh in einem so gravierenden Maße wie nun Merz. Vor gut einer Woche noch schien der Kanzler durch den Rücktritt von Fraktionschef Jens Spahn unverhofft die Chance auf einen Neubeginn zu erhalten. Er hat sie versenkt, diese Chance, und seine Kanzlerschaft belastet. Die Details können Sie hier von meinem Kollegen Christian Teevs nachlesen, etwa zur unwürdigen Ablösung des Verkehrsministers. Eindruck hat auf mich ein X-Post des geschassten Parlamentarischen Staatssekretärs aus dem Gesundheitsministerium gemacht: Er nehme die Entscheidung des Kanzlers »zur Kenntnis«, schreibt CDU-Mann Tino Sorge und beklagt, dass ein persönliches Gespräch nicht stattgefunden habe: So bleibe es Merz’ »eigene Stilfrage«, dass er die Entscheidung »zuerst in Parteigremien und vor der Presse verkündet hat«. Nur: Sorge liegt falsch. Nicht Merz ist sein Ansprechpartner, sondern der designierte neue Gesundheitsminister Carsten Linnemann. Und der hat ihn offenbar persönlich informiert. Der Fall illustriert, wie weit fortgeschritten der Autoritätsverfall von Merz ist: Ein Staatssekretär wagt solch eine Attacke auf den Kanzler. Mehr Hintergründe hier: Sie haben beim Personalumbau des Kanzlers den Überblick verloren? Dann sind Sie hier richtig So falsch die Überhöhung der schwarz-roten Bundesregierung zur »letzten Patrone der Demokratie« (Markus Söder) sein mag, so richtig ist die Feststellung, dass die handwerklichen Fehler von Merz und Co. den AfD-Strategen in die Hände spielen. Deren großes Ziel ist nicht, eines Tages als Juniorpartner der Union demütig in eine Koalition einzutreten, wie der ein oder andere Konservative glauben mag. Vielmehr geht es der AfD um die Zerstörung der Union, mit dem Ziel, erst deren Konkursmasse und schließlich das Land zu übernehmen. Während Union und AfD im Fokus sind, fällt kaum mehr auf, dass die älteste demokratische Partei dieses Landes im Verschwinden begriffen ist. Gerade mal noch knapp zweistellig ist die SPD in den Umfragen. Wenn es so weitergeht, wird sie eines Tages einfach weg sein. Und weder die Grünen, geschweige denn die Linken, haben offensichtlich das Zeug dazu, die Sozialdemokratie in ihrer historischen Rolle zu beerben. Das Schicksal der SPD ist das Drama hinter dem aktuellen Drama um Merz. Mehr Hintergründe hier: Wie die etablierten Parteien der AfD das Geschäft erleichtern …ist Alexander Hoffmann. Der CSU-Landesgruppenchef war seit dem Rücktritt von Jens Spahn als dessen erster Stellvertreter Interims-Fraktionschef. Der freundliche Franke hat bei seinen öffentlichen Auftritten und Interviews hinter Stanzen Schutz gesucht. Da wurde »kraftvoll« in die Sommerpause gegangen, »arbeitsfähig« sei man und könne sich »Zeit nehmen« für Personalien. Überhaupt, die CSU, ein »Stabilitätsanker der Koalition«. Hoffmann dürfte glücklich sein, ab heute Nachmittag wieder einen CDU-Kollegen vor sich zu haben.