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News zum Ukraine-Krieg | Trump trifft Selenskyj am Rande des Nato-Gipfels

Welt

Newsblog zum Krieg in der Ukraine

Trump trifft Selenskyj in Ankara

Aktualisiert am 05.07.2026 - 21:37 UhrLesedauer: 35 Min.

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Der Kreml verändert seine Sprachregelung zur Ukraine. Trump kündigt ein persönliches Treffen mit Selenskyj an. Alle Entwicklungen im Newsblog.

Sonntag, 5. Juli

Trump und Selenskyj sprechen auf Nato-Gipfel in Ankara

Im Bemühen um ein Ende des russischen Angriffskriegs trifft sich US-Präsident Donald Trump am Rande des Nato-Gipfels mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Die Begegnung finde am Mittwochnachmittag statt, teilte eine Regierungssprecherin mit. Trump hatte zuvor am Wochenende mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin telefoniert und seine Vermittlerdienste angeboten. Zuletzt hatten sich Deutschland, Frankreich und Großbritannien um eine Vermittlungslösung bemüht.

Keine der beiden Kriegsparteien mache nennenswerte militärische Fortschritte, betonte ein hochrangiger US-Beamter vor Journalisten. Gleichzeitig entstünden enorme Kosten, und es gebe Angriffe beider Seiten weit ins jeweils andere Land. "Der Präsident verspürt daher ein echtes Gefühl der Dringlichkeit, zu versuchen, das zu einem Ende zu bringen."

Der Nato-Gipfel tagt am 7. und 8. April in Ankara. Das Bündnis will unter anderem eine Hilfe für die Ukraine bis 2027 von 140 Milliarden Euro festschreiben.

Russische Hacker attackieren britische Regierungsrechner

Russische Hacker sollen einem Medienbericht zufolge die Anmeldedaten britischer Beamter gestohlen und sich Zugang zu deren E-Mail-Konten verschafft haben. Laut der Zeitung "Telegraph" nutzten die Angreifer dabei eine Schwachstelle im Sicherheitssystem aus und setzten zuvor gestohlene Daten ein, um Barrieren zum Schutz kritischer Infrastruktur zu umgehen.

Der am Sonntagabend noch andauernde Angriff ist demnach als "FortiBleed" bekannt. Eine staatliche russische Beteiligung an dem Angriff ist nach Einschätzung von Sicherheitsforschern bislang nicht nachgewiesen.

Laut einer Liste der kompromittierten Konten, die dem "Telegraph" vorliegt, wurden Zugangsdaten von Mitarbeitern des Außenministeriums im Ausland sowie von Kommunalbeamten in ganz Großbritannien abgegriffen. Dazu gehörten etwa Konten von IT-Mitarbeitern britischer Botschafter in Thailand und auf Mauritius sowie von Mitarbeitern der zentralenglischen Grafschaft Derbyshire und des Londoner Stadtbezirks Waltham Forest.

Der Angriff umfasste demnach E-Mail-Adressen und die dazugehörigen Passwörter. In Dark-Web-Foren würden die Zugangsdaten zum Verkauf angeboten. Unter den zum Verkauf stehenden Zugangsdaten befinden sich laut dem Bericht etwa Anmeldedaten für den nationalen Gesundheitsdienst NHS, Energieversorger sowie wichtige Arzneimittellieferanten im ganzen Land.

Kreml: "Es herrscht Krieg"

Bislang bezeichnete der Kreml sein Vorgehen in der Ukraine als "militärische Spezialoperation". Nun ändert die russische Regierung ihre Tonart. Dmitri Peskow, Sprecher des russischen Staatschefs Wladimir Putin, nannte das militärische Eingreifen jetzt erstmals Krieg. "Es herrscht Krieg, ein echter Krieg", sagte Peskow dem russischen Sender Vesti. "Wissen Sie, warum es ein Krieg ist? Weil alles als spezielle Militäroperation begann. Er dauert an, weil Kiew Berlin, Paris, Den Haag, Oslo und leider auch Washington hinter sich hat."

Die russische Armee war 2022 in der Ukraine einmarschiert. Zuletzt häuften sich aber Berichte über Desertationen und Widerstand in der russischen Truppe. So lehnten Moskaus Soldaten laut ukrainischen Angaben eine Stationierung auf kleinen Inseln im Delta des Dnipro-Flusses ab. Die französische Zeitung "Le Monde" zitierte am Wochenende aus Eingaben russischer Soldaten und Familien an die Regierung. In den von der Oppositions-Plattform "Echo" geleakten Briefen wird ebenfalls massenhaft von Desertationen berichtet.

Selenskyj lobt Erfolge der ukrainischen Marine

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Marinestreitkräfte seines Landes für militärische Erfolge beim Kampf gegen Russland auf dem Schwarzen Meer gelobt. "Jedes reine Herz auf der Welt erwartet von der Ukraine nur eines - dass wir diese russischen Mistkerle besiegen", zitierte ihn die Agentur Unian aus einer Ansprache vor Marineoffizieren und Kadetten in der Hafenstadt Odessa.

Trotz geringer Mittel und fehlender Kriegsschiffe habe sich die Ukraine auf dem Schwarzen Meer behauptet. Dazu habe die ukrainische Marine gemeinsam mit anderen Teilen der Streitkräfte Außerordentliches geschafft. "Russland hat das Schwarze Meer verloren", behauptete Selenskyj. Mit zahlreichen Aktionen beweise die Ukraine, "dass das Schwarze Meer und das Asowsche Meer für Russland ganz sicher kein Ort der Ruhe sein werden".

Jetzt nimmt der Kreml die nächste Gruppe ins Visier

Bei der Rekrutierung neuer Soldaten für den Einsatz in der Ukraine wirbt Russland neuerdings offenbar gezielt Studierende an. Seit Anfang des Jahres laufe eine Kampagne zur Rekrutierung junger Menschen von Universitäten und Hochschulen, berichtet die britische BBC. Lesen Sie hier mehr dazu.

Peking: China und Russland halten im Juli gemeinsame Marineübung in Qingdao ab

China und Russland wollen nach Angaben aus Peking noch im Juli ihre jährlichen gemeinsamen Militärmanöver abhalten. Die Marineübung "Joint Sea-2026" werde in den "Gewässern und im Luftraum" vor Qingdao stattfinden, einem wichtigen Militärhafen und Badeort im Osten Chinas, teilte das Verteidigungsministerium in Peking am Sonntag mit. Anschließend würden "einige Einheiten" beider Seiten eine gemeinsame Seepatrouille in nicht näher genannten Gebieten des Pazifischen Ozeans ausführen.

Die Erklärung enthielt keine Einzelheiten zum Umfang der chinesisch-russischen Manöver. Diese zielten dem Ministerium zufolge darauf ab, "gemeinsam auf sicherheitspolitische Herausforderungen zu reagieren und den Frieden und die Stabilität in der Region zu wahren".

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