Newsletter: Sollen wir von ChatGPT und Co. lieber die Finger lassen?
Knapp vier Jahre nach ihrer Einführung sind KI-Sprachmodelle aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken, obwohl ich mir ihrer Schattenseiten sehr bewusst bin. Ich weiß, wie unsere Fähigkeiten verkümmern , wenn wir nicht mehr selbst lesen , formulieren und kritisch hinterfragen. Ich würde mir wünschen, dass man auf die Chefs führender KI-Unternehmen hört, wenn sie vor ihrer eigenen Technologie warnen. Und ich verstehe gut, warum KI besonders bei jungen Menschen Zukunftsängste und Unbehagen auslöst. Laut einer Gallup-Umfrage empfinden 42 Prozent der 14- bis 29-Jährigen Angst vor künstlicher Intelligenz. 31 Prozent sind »wütend« auf sie – obwohl sie die Technologie regelmäßig nutzen.
Meine Kollegin Andrea Paarsch hat mit drei jungen Menschen gesprochen , die skeptisch auf KI schauen. Da ist etwa der Jurastudent, der es problematisch findet, wenn junge Menschen auf ihre Traumjobs verzichten, weil eine KI sie in zehn Jahren übernehmen könnte. Oder der Soziologiestudent, der lieber Abstand von KI halten möchte – und sich dem Einfluss von Chatbots trotzdem nicht entziehen kann. Sie beschreiben, wie schwer es ist, den richtigen Umgang mit KI zu finden. Und warum es sich lohnt, davon zumindest gelegentlich lieber die Finger zu lassen. Ich nehme es mir zu Herzen.
Eine interessante Lektüre wünscht