Neymar provoziert gegnerische Fans und sorgt vor Kabine für Tumulte
Dieser Ausdruck wurde am 05.08.2026 erstellt und ist ausschließlich für den persönlichen Gebrauch lizenziert. Andere Nutzungen verletzen das Urheberrecht Wilde Szenen vor der Kabine Neymar ist 34 Jahre alt – und freut sich, wenn er gegnerische Fans zur Weißglut treibt Er schreit, tanzt und zeigt seine Muskeln: Neymar feiert seinen Sieg im brasilianischen Pokal mit einer Reihe von Provokationen. Für den Präsidenten des Gegners ist er damit ein »Penner« und »Clown«. 05.08.2026, 11.42 Uhr In diesem Jahr haben wieder zehn Begriffe die Chance, »Jugendwort des Jahres« zu werden. Unter den Kandidaten des Langenscheidt-Verlags ist neben »Peak«, »Macker« und »67« auch »Ragebait« – also Onlinecontent, der absichtlich Wut auslösen soll. Wie gut solche »Wutköder« auch in einem Fußballstadion funktionieren, zeigte nun auch der Brasilianer Neymar. Nach dem Einzug seines Clubs FC Santos ins Viertelfinale des brasilianischen Pokals sorgte der 34-Jährige mit Gesten in Richtung der Fans des unterlegenen Clube do Remo für Aufsehen. Auf einem Video in sozialen Medien, das unter anderem der Transferjournalist Fabrizio Romano teilte, ist zu sehen, wie Neymar nach dem Schlusspfiff gegnerischen Anhängern in den Katakomben des Stadions erst lautstark etwas zuruft. Danach schlägt er sich auf das Wappen des FC Santos, tanzt und zeigt seine Muskeln in Richtung der Fans. Empfohlener externer Inhalt An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Instagram, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können Ihre Zustimmung jederzeit wieder zurücknehmen. Externen Inhalt anzeigen Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung. Remos Präsident Antonio Carlos Texeira reagierte empört und bezeichnete Neymar, der in einem hitzigen Pokalspiel nach seiner Einwechslung den Siegtreffer zum 1:0-Endstand vorbereitet hatte, als »Penner«. Es bleibe »das Gefühl, ungerecht behandelt worden zu sein:»Santos hat das nicht nötig. Und dieser Penner Neymar, der von einer Horde Kinder vergöttert wird, hat sich wie ein Clown benommen und uns dann auch noch provoziert. Wir sind selbst schuld daran, dass wir solche Typen wie ihn vergöttern«, sagte Texeira. Schon auf dem Weg zum Spielertunnel war Neymar zuvor mit gegnerischen Fans aneinander geraten. Diese hatten ihn das ganze Spiel mit Ausrufen wie »Vai tomar no cu« (vergleichbar mit »Verpiss dich«) beschimpft. »Danke für die Unterstützung«, schrieb Neymar anschließend sarkastisch zu einem Video davon in seiner Instagram-Story. Zudem teilte er ein Bild aus dem Flieger mit dem Kommentar »Ziel erreicht«. Bei der WM im Sommer war Neymar mit Brasilien bereits im Achtelfinale an Norwegen (1:2) gescheitert. Anschließend verkündete der Routinier seinen Rücktritt aus der Nationalmannschaft. Der frühere Angreifer des FC Barcelona und von Paris Saint-Germain bestritt 130 Länderspiele für den Rekordweltmeister und ist Rekordtorschütze des Landes. So früh wie seit 36 Jahren nicht mehr ist Brasilien bei der WM gescheitert. Neymar weinte bittere Tränen und trat zurück. Wieso das eine gute Nachricht für die Seleção ist, lesen Sie hier. luc/dpa