Nicht nur die Tabellenführung: Was für einen Aufstieg des Chemnitzer FC spricht
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Am 4. Spieltag Anfang August hatte der Chemnitzer FC nach einem 0:0 in Halle die Tabellenführung abgeben müssen. Rund zwei Monate später holten sich die „Himmelblauen“ den Platz an der Sonne von Rivale FC Rot-Weiß Erfurt zurück. Und wollen diesen jetzt nicht mehr abgeben.
Beim 3:1 im Gipfeltreffen gegen die Thüringer lieferte der CFC eine reife Leistung ab, kontrollierte lange Phasen des Spiels – und reagierte abgezockt, als es zunächst nicht wirklich rund lief. Routinier Andreas Geipl: „Mitte der ersten Halbzeit haben wir etwas im Mittelfeld umgestellt. Danach haben wir besseren Zugriff bekommen – und sind in Führung gegangen.“
CFC investierte massiv in Erfahrung
Im Sommer investierte der Klub in Erfahrung, holte unter anderem Jan Löhmannsröben (35/Halle), Dennis Slamar (Cottbus) und Ron Berlinski (beide 32/Offenbach) oder eben Geipl (34/Regensburg). Und diese Spieler könnten im Aufstiegskampf der große Trumpf werden.
Denn: Die Profis entschieden mitten im Spiel völlig selbstständig, Erfurts junge Wilde anders anzupacken. Trainer Benjamin Duda: „Die Jungs haben im Mittelfeldzentrum dann von sich aus etwas mannorientierter verteidigt, um Schlüsselspieler Marco Wolf und die Wirbelwinde drumherum in den Griff zu bekommen. Da sieht man, dass wir starke Persönlichkeiten haben. Auch mein Gefühl war, dass dann nach 15 bis 20 Minuten der Zugriff im zentralen Mittelfeld viel besser wurde.“
„Riesiges Faustpfand der Mannschaft“
Ist diese Selbstständigkeit ein Problem für den Coach? „Nein. Das ist ja auch riesiges Faustpfand dieser Mannschaft. Dass wir Spieler-Persönlichkeiten haben, die aus dem eigenen Gefühl und räumlichen Spielverständnis heraus auch Dinge selbst entscheiden. Das dürfen sie definitiv auch und sollen sie sogar, solange es im Rahmen unserer Spielidee bleibt und keiner bei den Leitplanken ausbricht.“
Sechs Gegentreffer sind Viertliga-Bestwert
Klar, die Saison ist noch lang. Und ja, Verletzungen und Sperren können viel beeinflussen. Was den CFC aber jetzt schon zu einem Spitzenteam macht, ist die defensive Stabilität. Nur sechs Gegentore in zwölf Spielen sind über alle Regionalligen hinweg absoluter Topwert. Auf die Saison hochgerechnet wären das ganze 17 Gegentreffer.
Und wie sagte der große Alex Ferguson einst: Die Offensive gewinnt Spiele, die Defensive Meisterschaften ...