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Nichte nennt dessen Beziehung zu junger Gehilfin „gruselig“

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Trumps Nichte nennt dessen Beziehung zu junger Gehilfin „gruselig“ und „abartig“

Von: Marcus Giebel

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Donald Trump weiß mit Natalie Harp eine deutlich jüngere Frau an seiner Seite. Als persönliche Assistentin. Für seine Nichte ist das verstörend.

Long Island – Seine Familie steht eisern hinter Donald Trump. Und das wohl nicht nur, weil der 80-Jährige ihnen zu wichtigen Posten oder viel Geld verhalf und noch verhelfen will. Allerdings trägt auch eine der größten Kritikerinnen des US-Präsidenten den Nachnamen Trump. Seine Nichte Mary geht regelmäßig öffentlich auf Distanz und nutzte nun einen Newsletter auf dem Portal Substack, um den Umgang ihres Onkels mit jungen Frauen zu hinterfragen.

Zugleich drückte sie ihre Verzweiflung darüber aus, dass der Republikaner zweimal zum Staatsoberhaupt gewählt wurde. Dabei habe er auf einer Tonaufnahme zugegeben, Frauen ungestraft sexuell belästigt und angegriffen zu haben – weil er es könne. Auch der Fall E. Jean Caroll, in dem Trump wegen der Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs und der Verleumdung zu millionenschweren Geldstrafen verurteilt wurde, verhinderte seine Rückkehr ins Weiße Haus nicht.

Trump-Nichte übt Kritik an US-Präsident: „Verfallener und moralisch verkommener Mann“

In ihrem Beitrag erwähnt Mary Trump zudem geschmacklose bis skandalöse Aussagen ihres berühmten Onkels über seine Töchter. So sei er 1994 gemeinsam mit seiner damaligen Frau Marla Maples in der TV-Sendung „Lifestyles of the Rich and Famous“ aufgetreten und von Moderator Robin Leach gefragt worden, was die gerade mal einjährige Tochter Tiffany von ihrer Mutter geerbt habe. Zunächst habe Trump gesagt, es seien die Beine, dann jedoch in Richtung der Brüste gestikuliert und betont: „Bei diesem Körperteil wissen wir es noch nicht.“

Fünf Jahre später habe Trump in „The Howard Stern Show“ über Tochter Ivanka, die zu jener Zeit 17 Jahre alt war, verraten: „Sie hat mir das Versprechen abgerungen, niemals ein Mädchen zu daten, das jünger als sie ist.“ Dann fügte er an: „Mit zunehmendem Alter wird das Feld sehr eingeschränkt.“ 2006 habe er in der Sendung „The View“ ebenfalls über Ivanka gesprochen und festgestellt: „Wäre sie nicht meine Tochter, würde ich sie vielleicht daten.“ Und gefragt, was die beiden gemeinsam hätten, habe seine Antwort gelautet: „Sex.“

Die Beispiele sind schon ein paar Jahre her. Mary Trump glaubt aber nicht, dass sich ihr Onkel verändert hat. „Nun haben wir es mit einem erwachsenen, verfallenen und moralisch verkommenen Mann zu tun – ohne Filter, ohne Impulskontrolle und ohne jegliche Hemmschwellen –, der sich mit jungen, potenziell gefährdeten Frauen umgibt und sie sexualisiert, weil er es kann und weil das seiner Art entspricht“, schreibt die Tochter von Fred Trump Jr., der bereits 1981 starb.

Trump-Privileg für Assistentin Harp: Als eine von vier Wegbegleitern in Militärflieger umquartiert

Sie könne nicht verstehen, „in welchem Ausmaß Menschen aus dem rechten Lager übersehen, wie gruselig das alles ist“. Trumps Beziehung zu jüngeren Frauen seien „geradezu abartig“. Die 61-Jährige nennt auch ein konkretes Beispiel: Natalie Harp.

Seit 2025 fungiert diese als persönliche Assistentin des Präsidenten. Mittlerweile ist die 35-Jährige laut Mary Trump „allem Anschein nach praktisch rund um die Uhr an Donalds Seite“. Sie zählte sogar zu den vier Personen, die Trump wegen einer möglichen iranischen Bedrohung gegen die Air Force One gemeinsam mit sich in einen Militärflieger umquartieren ließ. Die anderen waren Verteidigungsminister Pete Hegseth, der stellvertretende Stabschef Dan Scavino und sein Mitarbeiter Walt Nauta. Weitere Kabinettsmitglieder, Stabsmitarbeiter und Journalisten blieben trotz der unsicheren Situation im Präsidenten-Flugzeug.

Für Mary Trump, die bereits ein Buch über ihren Onkel veröffentlichte, stellen sich deshalb Fragen: „Was macht sie da? Warum ist sie bei ihm? Wie kommt es, dass er aus diesem kleinen Kreis von Menschen ausgerechnet sie als eine der vier Auserwählten bestimmt hat, die nicht in die Luft gejagt werden sollten?“

Trump-Nähe von Harp kritisiert: „45 Jahre jünger als er – und weder Ehefrau noch Tochter“

An ihrem Onkel gebe es so vieles, „das die Menschen eigentlich auf die Straße hätte treiben müssen – und auch jetzt noch dazu bewegen sollte“. Aber es werde immer genügend Leute geben, die alles rechtfertigen, was Donald Trump tue. Doch in ihren Augen ist eine Grenze überschritten: „Wie will man die Tatsache schönreden, dass dieser verfallene, moralisch verkommene Mann praktisch rund um die Uhr Zeit mit einer Frau verbringt, die 45 Jahre jünger ist als er – und die weder seine Ehefrau noch seine Tochter ist?“

Zumal Harp dem Präsidenten den ganzen Tag lang Nachrichten schreibe, in denen Dinge zu lesen seien wie: „Du bist der Mittelpunkt meines Universums.“

Zum Abschluss versucht die in Long Island lebende Mary Trump noch auf sarkastische Weise etwas Positives aus dem Verhalten ihres Onkels abzuleiten. Dieser habe immerhin offengelegt, „wie tief verwurzelt die Frauenfeindlichkeit in diesem Land ist – und zwar auf eine Weise, die wir nicht mehr ignorieren können“. Dabei erinnert sie auch an die Fälle des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein und von Andrew Tate, gegen den in Großbritannien unter anderem wegen Menschenhandels und Vergewaltigung sowie in den USA wegen des Vorwurfs eines Sexualdelikts ermittelt wird.

Beide seien lange Zeit ungeschoren davongekommen. Dabei stelle sich auch die Frage, „wie viele einflussreiche Republikaner diese beiden abscheulichen Verbrecher erst ermöglicht haben“. Dass in den USA manche Männer das Gefühl hätten, „sie hätten ein Recht darauf, Frauen und junge Mädchen nach Belieben und ohne Konsequenzen zu benutzen“, hänge auch mit dem aktuellen Präsidenten zusammen. (Quelle: Substack) (mg)

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