Niedrigwasser: Auch Hamburg und Schleswig-Holstein heben Lkw-Fahrverbot auf
Nach zahlreichen anderen Bundesländern setzen auch Schleswig-Holstein und Hamburg das Sonn- und Feiertagsverbot für Lastwagen vorübergehend aus. In Schleswig-Holstein solle diese Regelung bis zum 31. August gelten, gab Verkehrsstaatssekretärin Susanne Henckel bekannt. Auch in Hamburg solle eine Ausnahmegenehmigung gelten, teilte die Innenbehörde mit. Grund ist demzufolge, dass die Binnenschifffahrt aufgrund der anhaltenden Trockenheit stark beeinträchtigt ist, da Flüsse wie Elbe, Donau und Rhein Niedrigwasserstände aufweisen. Der Klimawandel macht Extremwetterereignisse wie dieses intensiver und wahrscheinlicher. »Man kann es kaum glauben, was man da sieht« Der bereits extrem niedrige Wasserstand des Rheins in Nordrhein-Westfalen ging unterdessen noch weiter zurück. In Köln wurde ein historischer Tiefstwert gemessen, wie aus Daten des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Rhein hervorgeht. »Man kann es kaum glauben, was man da sieht«, sagt Moritz Axt, Sprecher des Amtes. Nach der Prognose werden die Pegelstände in Köln, Düsseldorf, Emmerich und Duisburg-Ruhrort bis Freitagabend noch deutlich gegenüber den derzeitigen Werten sinken. An den Pegeln Köln, Düsseldorf und Duisburg-Ruhrort stammen die bisherigen historischen Tiefstwerte vor der Trockenheit in diesem Sommer vom 23. Oktober 2018. Sollte die aktuelle Prognose bis Freitagabend eintreffen, würden diese alten Tiefstwerte von 2018 um mehr als 20 Zentimeter unterschritten. Transporte vom Fluss auf die Straße verlagern Um die Logistikketten, die für die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger sowie der Wirtschaft notwendig sind, einigermaßen stabil zu halten, sollen Transporte den Angaben nach zumindest teilweise auf die Straße verlagert werden. Daher habe das Bundesverkehrsministerium alle Länder gebeten, eine Ausnahmeregelung zu erlassen.