Nigeria: 46 entführte Schulkinder aus Gefangenschaft befreit
Bei dem Militäreinsatz seien mehrere Entführer getötet und acht Verdächtige festgenommen worden. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben zunächst nicht. Bereits bei dem Angriff auf die Schulen hatten die Täter einen Menschen erschossen. Wenige Tage nach der Entführung töteten sie zudem einen Lehrer, den sie zuvor verschleppt hatten. Dschihadisten greifen christliche Regionen an Massenentführungen gehören in Nigeria seit Jahren zu den gravierendsten Sicherheitsproblemen. Hinter den Taten stehen häufig dschihadistische Gruppen wie Boko Haram sowie andere bewaffnete Banden, die Lösegeld erpressen oder ihren Einfluss ausweiten wollen. Die Entführung in Orire gilt als die erste Massenverschleppung dieser Art im überwiegend christlich geprägten Süden des Landes. Internationale Aufmerksamkeit erregte 2014 die Entführung von 276 Schülerinnen aus einem Internat in Chibok im Nordosten Nigerias. Zwar kamen viele der Mädchen in den vergangenen Jahren frei oder konnten fliehen, doch rund 90 von ihnen werden bis heute vermisst.