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Nigeria: Nach knapp zwei Monaten Gefangenschaft - Große Gruppe entführter Schulkinder gerettet

Welt

Knapp zwei Monate nach ihrer Entführung ist eine Gruppe von Schulkindern aus dem Südwesten Nigerias wieder befreit worden. Regierungssprecher Bayo Onanuga gab die Rettung der Schüler am Freitag bekannt, ohne eine konkrete Zahl zu nennen. Die Nachrichtenagentur dpa berichtete von 46 geretteten Kindern, Reuters von 39 Schulkinder und sechs Lehrern. Wie der Regierungssprecher berichtete, waren die Kinder vor rund zwei Monaten aus drei Schulen in Orire im Bundesstaat Oyo im Südwesten Nigerias entführt worden. Bei der Befreiungsaktion seien mehrere Terroristen getötet und acht festgenommen worden, hieß es weiter. Präsident Bola Tinubu erklärte, seine Regierung werde für die Opfer und die Familie des getöteten Lehrers für Gerechtigkeit sorgen. Die Entführer hatten bei ihrem Angriff auf die Schulen einen Menschen erschossen. Tage später töteten sie einen entführten Lehrer. Erste Massenentführung im Süden Nigerias Massenentführungen, auch von Schulkindern, sind in Nigeria weit verbreitet. Die Entführer sind meist dschihadistische Gruppen wie Boko Haram sowie andere bewaffnete Gruppierungen. Banden nutzen dabei die schwache Sicherheitslage und durchlässige Grenzen, um von Reisenden, Schülern und Dorfgemeinschaften Lösegeld zu erpressen. Schulen sind dabei häufig ein Ziel. Bei der Entführung in Orire handelte es sich um die erste Massenentführung im christlich geprägten Süden des Landes. Besondere Bekanntheit erlangte die Entführung von 276 Mädchen aus einem Internat im Chibok im Nordosten Nigerias im April 2014. Viele der Mädchen sind seitdem freigelassen worden oder konnten fliehen. Doch etwa 90 Mädchen gelten weiterhin als vermisst.

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