Nivea: Nivea wird zum Sanierungsfall - Beiersdorf kappt Jahresprognose
Düsseldorf. Der Hamburger Konsumgüterkonzern Beiersdorf senkt seine Prognose für das Geschäftsjahr 2026. Das Unternehmen rechnet nun mit einem Umsatzrückgang „im niedrigen einstelligen Bereich“. Das teilte Beiersdorf am Montagmittag mit und veröffentlichte zugleich seine Halbjahreszahlen. Der Konzernumsatz ging im Vergleich zum Vorjahr um rund 3,5 Prozent zurück. Ursprünglich hatte Beiersdorf für 2026 mit einem flachen bis leicht wachsenden organischen Umsatz gerechnet. Die Beiersdorf-Aktie gab kurz nach der Mitteilung zeitweise um fast fünf Prozent nach. Bei der Vorstellung der Quartalszahlen im April hatte Beiersdorf seine Ziele für 2026 noch bestätigt. Jetzt muss sich der Vorstand aber eingestehen: Das Jahr läuft schlechter als erwartet. Grund sei das „anhaltend schwierige Marktumfeld“, heißt es in der Mitteilung. Es ist bereits das dritte Mal im Laufe eines Jahres, dass Beiersdorf seine Prognose kappen muss. Bereits im Geschäftsjahr 2025 wurde die Prognose im Sommer sowie im Herbst gesenkt. Zum Sanierungsfall wird vor allem die Traditionsmarke Nivea. Im ersten Halbjahr 2026 waren die Umsätze bei der Hautpflegemarke – die Lippenpflege Labello eingerechnet – um rund sieben Prozent gesunken. Im Geschäftsjahr 2025 war Nivea nur um 0,9 Prozent gewachsen.