NLS7 2026: Ralf Aron fährt beim Comeback auf Pole
(Motorsport-Total.com) - Comeback mehr als nach Maß: Ralf Aron hat bei seinem ersten Start nach dem schweren Unfall beim Bathurst 12 Hour die Bestzeit im Zeittraining zum 6h-ADAC-Ruhr-Pokal-Rennen der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) hingelegt. Der Este setzte sich im Winward-Mercedes #80 (Stolz/Aron) beim finalen Schlagabtausch im Qualifying durch, in dem es hoch herging. (NLS7 hier im Livestream!) "Ich fühle mich gut im Auto und wollte dieses Rennen unbedingt fahren. Gestern haben wir erst die Sitzanpassung vorgenommen und ich habe keine Schmerzen mehr im Rücken. Aber das Comeback ist noch nicht komplett, schließlich haben wir noch ein 6-Stunden-Rennen zu fahren. Das war der erste Schritt, jetzt folgt der zweite", sagt der Este. Aron fuhr die finale Bestzeit in 7:51.506 Minuten, als die Zielflagge bereits draußen war. Damit setzte er sich im finalen Schlagabtausch durch, in dem die Bestzeit in rascher Folge hin- und herwechselte. Letztlich fing er Frank Stippler im HRT-Ford #64 (Stippler/Kolb; 2.) ab. (Ergebnis) Dieser hatte kurz zuvor Jake Hill im ERA-Mercedes #20 (Tilley/Christodoulou/Hill; 4.) abgelöst. Das amerikanische Team sah kurzzeitig nach einem völlig überraschenden Polesetter beim Debüt aus, doch der BTCC-Meister von 2024 traf in seiner letzten Runde ungünstig auf Verkehr und konnte nicht mehr nachlegen. Er musste sich auch noch David Jahn im Gamota-BMW #23 (Zsigo/Kranz/Jahn/Fernandez Laser; 3.) beugen, dem schnellsten Fahrzeug in der SP9 Pro-Am. Die dritte Reihe teilen sich der Black-Falcon-Porsche #48 (Assenheimer/T. Müller/Pereira; 5.) und der Walkenhorst-Aston-Martin #35 (Krognes/Fetzer; 6.). Um Letzteren gab es ein kleines Drama, als Dennis Fetzer einen kleinen Unfall im Bereich Pflanzgarten hatte, nachdem Teamkollege Christian Krognes eine frühe Bestzeit gesetzt hatte, die letztlich aber noch fünfmal geschlagen wurde. Fetzer schleppte den Aston Martin Vantage AMR GT3 Evo aus eigener Kraft an die Box zurück. Am Ende des Trainings war der Aston schon wieder unterwegs. Die Top 10 komplettierten der PROsport-Mercedes #26 (Balcaen/Palette; 7.), der Schubert-BMW #77 (Klingmann/de Wilde/Tramnitz; 8.), der Car-Collection-Porsche #4 (Gorojan/Fontana/Menzel; 9.) und der Black-Falcon-Porsche #5 (Kaya/Piana/Stursberg; 10.) als schnellstes Auto aus der SP9 Am. Insgesamt blieben 19 Fahrzeuge unter der Marke von acht Minuten. Im ganzen Zeittraining gab es bemerkenswerterweise keine einzige Code-60-Phase, der Unfall des Aston Martin war bereits das größte Drama in der 90-minütigen Session. Erst in allerletzter Sekunde strandete noch ein BMW M240i Racing im Bereich Metzgesfeld. Start zum Rennen ist um 12 Uhr.