Noch mehr Merz-Frust in CDU: Gefeuerter Staatssekretär gibt Kanzler einen mit
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen Berlin – Der CDU-Frust mit Kanzler Friedrich Merz (70, CDU) hält an. Jetzt meldet sich der Parlamentarische Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Tino Sorge (51), zu Wort – und kritisiert den Kanzler öffentlich für seinen Umgang mit ihm. Denn: Merz habe laut Sorge seine Entlassung zunächst in Parteigremien und dann am Montag vor der Presse angekündigt – ohne zuvor das Gespräch mit ihm gesucht zu haben. Sorge schreibt: „Die Entscheidung des Bundeskanzlers nehme ich zur Kenntnis. Dass er sie – anstelle eines persönlichen Gesprächs mit mir – zuerst in Parteigremien und vor der Presse verkündet hat, bleibt seine eigene Stilfrage.“ Heißt: Sorge wirft dem Kanzler indirekt schlechten Stil vor. Sorge weiter: „Es ist kein Geheimnis, dass ich meine Arbeit an dieser zentralen Schaltstelle der Gesundheitspolitik gern fortgeführt hätte.“ Merz hatte in der Pressekonferenz angekündigt, dass Christiane Schenderlein (44, CDU) für Sorge übernehmen soll. Sorge gilt als ausgewiesener Gesundheitsexperte. Er sitzt seit 2013 im Bundestag, war von 2021 bis 2025 gesundheitspolitischer Sprecher der Unionsfraktion. CDU-Landeschef zu Merz: „Sie leiten hier keine Firma“ Seit Tagen gibt es Unmut in der CDU wegen Merz’ Umgang mit Verkehrsminister Patrick Schnieder (58, CDU). In der Sitzung des CDU-Präsidiums war Merz scharfer Kritik ausgesetzt. U.a. Patrick Schnieders Bruder Gordon (Rheinland-Pfalz-CDU-Chef) prangerte Merz’ Vorgehen an, seine Landtagsfraktion sagte sogar ein geplantes Treffen mit dem Kanzler ab. Begründung: Der Umgang mit Patrick Schnieder habe „für erhebliches Unverständnis“ gesorgt. Der Bremer CDU-Landeschef Heiko Strohmann (58) sagte zu Merz: „Sie leiten hier keine Firma, sondern eine Partei.“ Merz hatte Patrick Schnieder seine geplante Entlassung als Verkehrsminister schon mitgeteilt, doch dessen Nachfolger Fritz Güntzler (60, CDU) sagte kurzfristig ab, Merz stand zwischenzeitlich ohne Nachfolger da. Für Schnieder eine demütigende Hängepartie. Jetzt soll Steffen Bilger (47, CDU) neuer Verkehrsminister werden.