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Nord Stream: Kushner spricht mit Russland über US-Investoren für Pipeline

Welt

Geheimgespräche in Moskau und New York

Trump erwägt wohl Deal mit Putin über Neustart von Nord Stream

Von t-online, reuters, pri

08.10.2026 - 13:16 UhrLesedauer: 2 Min.

Trumps Schwiegersohn Jared Kushner soll mit Moskau über einen Energiedeal in Sachen Nord Stream reden. Ein entscheidendes Hindernis für einen möglichen Deal bleibt.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters lotet die Regierung von US-Präsident Donald Trump in Russland Möglichkeiten für eine Wiederaufnahme von Erdgaslieferungen über die Ostseepipeline Nord Stream aus. Demnach soll es bei Gesprächen zwischen Trumps Schwiegersohn und Sondervermittler mit Kirill Dmitrijew, einem Vertrauten des russischen Staatschefs Wladimir Putin, um den Einstieg eines US-Investors gegangen sein.

Die Nordstream-Pipelines sollen Erdgas direkt von Russland nach Deutschland liefern. Nord Stream 2 war dabei von der Bundesregierung von Kanzlerin Angela Merkel gegen massive Widerstände europäischer Verbündeter wie Polen und der Ukraine durchgesetzt worden. Nach der russischen Invasion der Ukraine im Februar 2022 wurden die Lieferungen gestoppt. Im September 2022 war die Verbindung durch einen Sprengstoffanschlag fast vollständig zerstört worden. Nur eine von insgesamt vier Röhren blieb intakt.

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Nach Informationen der Nachrichtenagentur sollen sich Kushner und Dmitrijew sowohl in Moskau als auch in Moskau getroffen haben. Das Weiße Haus mochte die Energiegespräche nicht bestätigen und erklärte lediglich: "Etwaige Vereinbarungen müssten von Russland mit der Finanzaufsicht und dem Finanzministerium ausgehandelt werden und den Steuerzahlern sowie Unternehmen der Vereinigten Staaten zugutekommen."

EU hat das entscheidende Wort

US-Präsident Donald Trump pflegt auch in der Außenpolitik sein Ideal des Deals, das einen politischen Ausgleich stets auch mit wirtschaftlichen Geschäften verbindet. So hatte Kushner laut "New York Times" mit russischen Vertretern auch über den Verkauf von Anteilen des russischen Energiekonzerns Lukoil beraten. Wie das Weiße Haus der Zeitung bestätigte, sollten die Gespräche sicherstellen, dass diese "eine beträchtliche Vorauszahlung und eine Gewinnbeteiligung für die Vereinigten Staaten" beinhalten.

Trump hatte zuletzt Dreier-Gespräche zwischen den USA, Russland und der Ukraine ins Gespräch gebracht. Er hatte den russischen Staatschef Putin zudem zum G20-Gipfel im Dezember nach Florida eingeladen.

Die EU hatte nach Putins Krieg in der Ukraine eine Abkehr vom russischen Gas beschlossen. Die Anlandestation von Nord Stream 2 liegt in Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern. Die Wiederaufnahme von Gaslieferungen müsste deshalb auch von der EU gebilligt werden

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